HC und DJK kooperieren im Jugendbereich

Der BHV hat den Antrag der DJK und des HC Weiden, eine Spielgemeinschaft auf Jugendebene zu gründen, angenommen. Das eingereichte Konzept unter dem Namen HSG Weiden fand die Zustimmung des Gremiums. Somit steht der effektiven Zusammenarbeit der beiden Vereine im Kinder- und Jugendbereich nichts mehr im Weg.

Im Sinne der jungen Sportler hat sich bei den Verantwortlichen beider Vereine seit Ende 2019 die Überzeugung durchgesetzt, gemeinsame Wege zu gehen. Jedem Jugendlichen in der Region sollte die Möglichkeit gegeben werden in einem Handballteam auf Torejagd gehen zu können. Seit ein paar Jahren akquirieren mittlerweile beide Clubs sehr erfolgreich junge Mitglieder.

Das hat dazu geführt, dass in Summe zwar viele Weidener Kinder den Weg zum Handball fanden, dass eine auf langfristigen Erfolg ausgelegte Teamgröße aber nur bei Zusammenführung der Jahrgänge erreicht werden kann.

Was sich in inoffiziellen Einzelgesprächen zwischen beiden Vereinen bereits seit der Saison 2019/20 abzeichnete, wurde dann im Februar konkret. Als sich die Trainer und Verantwortlichen der Clubs, u.a. Sparrer (DJK) und Wachsmann (HC), dann offiziell trafen, um die Standpunkte auszutauschen, vereinbarten sie, dass sie im Jugendbereich an einem Strang ziehen und den Handballsport in der Region somit noch effektiver ausbauen wollen. Die Gremien beider Clubs sprachen sich für die Gründung einer Spielgemeinschaft der weiblichen und männlichen Jugend über alle Altersklassen aus.

Bis 01.04. hatten der HC und die DJK Zeit einen Vertrag zu unterzeichnen und dem BHV vorzulegen. Vorab musste noch der Handballbezirk Ostbayern dem Konzept und somit der Kooperation zustimmen. Der Bayerische Handballverband hat den Weidenern mittlerweile grünes Licht gegeben und allen Spielerinnen und Spielern bereits die neuen Pässe ausgestellt. Ab der kommenden Saison 2020/21 laufen somit alle jungen Akteure für die Handballspielgemeinschaft Weiden auf. Sie bleiben formell Mitglieder ihres jeweiligen Stammvereins, da die HSG kein neuer Verein ist.

Die HSG hat allerdings eine eigene Vorstandschaft, die sich wie auch der Trainerstab aus dem Personal beider Clubs rekrutiert. SG-Leiter und Stellvertreter sind Roy Bohn und Florian Breinbauer. Das Amt des Jugendleiters bekleidet Stefan Deinzer. Lisa Roy wird die Finanzen verwalten. Schriftführer ist Simon Lamm.

„Das Projekt HSG Weiden ist ausdrücklich auf Dauer ausgelegt“, so die beiden Vorstände. „Wir freuen uns, dass durch die Bündelung der Kräfte allen Jungs und Mädchen in der Stadt und im Landkreis die Möglichkeit gegeben ist, Ihren Lieblingssport im Team auszuüben und sich so weiterzuentwickeln.“

Aufgrund der Pandemie war ein gemeinsames Training oder Teambuilding bisher nicht möglich. Lauftraining und individuelle Fitnesseinheiten bestimmten den Sportleralltag. Seit Kurzem darf nun unter diversen Hygieneauflagen wieder in Kleingruppen gemeinsam im Freien trainiert werden. Natürlich lebt der Handball vom Körperkontakt, der momentan noch nicht erlaubt ist. Bei weiter abnehmenden Fallzahlen ist die Sportwelt aber zuversichtlich, dass rechtzeitig zu Beginn der neuen Saison auch in Bayern wieder intensive Mannschaftssportarten wie der Handball im Wettbewerbsmodus vor Publikum gespielt werden dürfen.

BHV setzt aufgrund des COVID-19 landesweit den Spielbetrieb aus

Eigentlich hätten die beiden Seniorenteams am Samstag zum Saisonende zwei Highlights in eigener Halle gehabt. Die Herren I sollten in der Mehrzweckhalle als Tabellendritter die zweitplatzierten Rodinger empfangen, die Damen wollten um wichtige Punkte gegen die SG Naabtal kämpfen.
Beide Spiele werden jedoch nicht stattfinden. Ob und wie diese nachgeholt werden können, steht noch nicht fest. Grund ist eine Vorsichtsmaßnahme des BHV, der in enger Absprache mit den zuständigen Institutionen den Spielbetrieb im Seniorenbereich bis auf weiteres aussetzt, um die Vebreitung des Corona-Virus einzudämmen. Damit folgt man dem Beispiel vieler Profi- und Amateurligen.
„Wir stehen natürlich voll hinter der Entscheidung des Verbandes. Die Gesundheit der Zuschauer, Spieler, Funktionäre und Helfer hat für uns alle allerhöchste Priorität.
Natürlich hätten wir das Spiel gegen die TB Roding und als Saisonabschluss gegen den ATSV Kelheim gerne gespielt, aber in unserer Situation – weit weg von Auf- und Abstieg – können wir mit jeder Entscheidung gut leben“, kommentierte HC-Trainer Jannis Prelle die aktuelle Saison.Zwei Spiele vor Saisonende steht die Herren I mit 17:11 Punkten auf einem überraschend guten dritten Tabellenplatz. „Ziel war es dieses Jahr, nach einem deutlichen Abstieg aus der BOL, uns neu zu sortieren und den kleinen Umbruch sportlich und menschlich zu bewältigen. Als Arbeitsnachweis wollten wir zumindest Vierter werden“, benennt Co-Trainer Florian Breinbauer die Saisonziele. Dass das gelingen konnte und man die vor der Saison favorisierten Teams aus Oberviechtach und Neunburg hinter sich lassen konnte, lag zu großen Teilen auch an der reibungslosen Integration der vier Naabtaler Neuzugänge. Christoph Harrieder und Niklas Deml konnten das Team in einzelnen Spielen bereits als Leistungsträger anführen, Nils Keller ersetzte ab Weihnachten quasi gleichwertig den verletzten Richard Konrad. Aufgrund beruflicher und privater Verpflichtungen kam Lubos Pivonka nur zu sporadischen Einsätzen.“Gespräche über die nächste Saison führen wir schon seit Wochen intensiv. Stand jetzt können wir sehr optimistisch der Saison 2020/21 entgegen sehen“, meint HC-Vorstand Rainer Löw. Mit Tobias Dirnberger, Sebi Löw, Jonas Baunoch, Fabian Szameitat, Thomas Hafner und Stefano Flierl konnte man den gesamten Kern der Herren I in Weiden halten. Auch die jungen, talentierten Spieler der Herren II wurden von einem Verbleib überzeugt.

Als einziger Abgang steht Richard Konrad fest. Der 22-jährige Linksaußen stammt aus der eigenen Jugend und entwickelte sich nach und nach zu einem absoluten Führungsspieler und Publikumsliebling in der Mehrzweckhalle. Vor allem aus beruflichen Gründen wird sich Konrad aber zur nächsten Saison dem ambitionierten BOL-Team des ESV Regensburg anschließen.
„Aus objektiver Sicht ist die Entscheidung Richards natürlich nachvollziehbar. Aus handballerischer, aber vor allem menschlicher Sicht tut uns die Entscheidung dennoch sehr weh. Nichtsdestro trotz wünschen wir Richard alles Gute und viel Erfolg an seiner neuen Wirkungsstätte. Schade ist natürlich auch, dass wir jetzt wohl kein gemeinsames Abschiedsspiel mehr haben werden“, so Prelle.

Ob etwaige Neuzugänge die Lücke schließen, steht zwar noch nicht fest, mit einigen vielversprechenden Spielern ist man aber in engem Kontakt, so Vorstand Tom Wachsmann: „Spruchreif ist noch nichts, aber wir sind guter Dinge, dass wir zwei, drei Verstärkungen bald präsentieren können.“

Bis bekannt ist, ob und inwiefern der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, wünscht der HC Weiden allen Fans, Helfern und Unterstützern eine schöne, aber hoffentlich kurze handballfreie Zeit!

Spielbetrieb bis auf weiteres ausgesetzt!

Werte Sportfreunde!

Aus aktuellem Anlass ist heute vom Bayerischen Handballverband die Weisung gekommen, dass alle anstehenden Begegnungen seit 12.03.2020, 16.00 Uhr bis auf weiteres ausgesetzt werden. Der Spielbetrieb ist somit wegen der Corona-Virus Situation auf allen Ebenen im Verband und Bezirk vorübergehend eingestellt.

Siehe dazu folgendes Rundschreiben der BHV:

Rundschreiben_1_Aktuelle_Information_zur_Corona_Krise

Spielbericht: Gute Vorstellung der Damen des HC Weiden wurde nicht belohnt

Wiedergutmachung war angesagt im Weidner Lager. Hatten sich die Damen doch letztes Wochenende nicht gut präsentiert, so wollten sie im Spiel gegen den Tabellennachbarn HSG Pyrbaum / Seligenporten eine dementsprechende Reaktion zeigen. Dies gelang den Max-Reger-Städterinnen am späten Samstagabend auch, jedoch wurde die Weidnerinnen wiedermal nicht belohnt.

Die HC Damen wollten die solange vermisste Lockerheit wiederfinden und sich nicht von der Tabellensituation verrückt machen lassen. Pyrbaum hatte Anwurf und konnte mit dem ersten Angriff die Partie mit einem Tor eröffnen. Die Gäste aus Weiden glichen aber postwendend aus und so entwickelte sich bis zur 15 Minute beim Stand von 6:6 eine abwechslungsreiche Begegnung. In den folgenden 10 Minuten hatten die HC Damen viel Pech im Abschluss und so wurden allein in dieser Phase 5 Pfostentreffer auf der Weidner Seite registriert und die Gastgeber konnten auf 10:7 Tore enteilen. Die Nordoberpfälzerinnen nahmen daraufhin ein Team-Time-Out und ordneten sich neu. Dies zeigte Wirkung und die HC Mädels kämpften sich wieder heran. Doch war das Schiedsrichtergespann auch in diesem Spiel nicht auf der Seite der Weidnerinnen. Ab der 20 Minute wurden die Aktionen, in der äußerst fairen Partie, mit zweierlei Maß gemessen. Wofür die HC Damen 2 Minuten Strafen bekamen, gab es auf der anderen Seite nicht mal einen Pfiff. Trotz dieser schwierigen Situation gelang es den Max-Reger-Städterinnen bis auf ein Tor, zum Halbzeitstand von 12:10 Toren heranzukommen.

Die zweite Hälfte ähnelte der ersten. Pyrbaum führte mal mit einem, mal mit zwei Toren und Weiden hielt jedoch wieder dagegen. So zeigte die Anzeigentafel nach 43 Spielminuten eine Eintoreführung der Hausherrinnen. Jetzt begann aber die stärkste Phase der Weidnerinnen. Die Abwehr stand und das die HC Damen nicht die Führung übernehmen konnten dafür sorgten die Unparteiischen. 3 Reguläre Tore des HC wurden innerhalb 5 Minuten nicht gegeben oder der Vorteil zurückgepfiffen.
Als dann die Gäste in der 50 und 55 Minute zwei völlig aus der Luft gegriffene 2-Minutenstrafen erhielten, konnte sich Pyrbaum im Spiel halten. Die letzte Szene des Spiels war bezeichnend für den gesamten Abend. Weiden im Angriff müsste in bester Wurfposition einen Freiwurf erhalten. Die Uhr lief weiter und die Partie wurde von den Schiedsrichtern beendet.

„Es tut mir für meine Mannschaft leid, die heute ein gutes Spiel gemacht hat, jedoch gegen die Herren in Schwarz war heute kein Kraut gewachsen. Schade das man die Spiele so beeinflussen kann. Es hilft aber nichts, wir haben es noch immer selbst in der Hand und werden auch nächste Woche gegen den Tabellenzweiten Nabbtal alles versuchen um die Punkte irgendwie in Weiden zu behalten,“ zeigte sich Trainer Thomas Eichinger sichtlich enttäuscht nach der Partie.

Am nächsten Samstag um 1800 Uhr empfangen die Damen des HC mit der HSG Nabbtal wieder eine Spitzenmannschaft der BOL in der Weidner Mehrzweckhalle.

Für den HC Weiden spielten:
Tor Beer, Bräunlein
Eichinger (1), Hermann (8), Häuber (3), Hauer (6), Schlosser (2), Rittner (4) Baunoch, Szameitat, Arnold (1),

Spielbericht: HC-Herren I teilen sich die Punkte bei der ESV-Reserve

Nach dem Unentschieden in Neunburg, hatten sich die Herren des HC Weiden für das Auswärtsspiel gegen den ESV Regensburg II viel vorgenommen. Die dünne Personaldecke dämpfte aber schon im Vorfeld die Ambitionen. Gerade acht etatmäßige Spieler der „Ersten“ standen zur Verfügung. Dementsprechend will man das 24:24 – Unentschieden im ESV-Bunker nicht überbewerten. „Insgesamt hatten wir das Spiel ja lange im Griff, waren nie in Rückstand und konnten uns, obwohl wir keinen wirklichen Shooter hatten, immer wieder Chancen im Angriff erarbeiten. Dann kam es aber wie es kommen musste: die Kräfte lassen nach und wir sind eingebrochen“, so HC-Trainer Jannis Prelle.Vor allem der Rückraum des HC verlor in der zweiten Halbzeit seine Durchschlagskraft. Mit Fabian Szameitat, Niklas Deml und Thomas Hafner standen drei Spieler für drei Positionen zur Verfügung. Für Entlastung konnte nur Kreisläufer Sebi Löw sorgen, der abwechselnd die ungewohnten Rückraumpositionen besetzte und für Verschnaufpausen sorgte.

Dass der Einsatz wenigstens eines der verhinderten Rückraumspieler wahrscheinlich den Sieg bedeutet hätte, befand Fabian Szameitat: „Man merkt einfach Mitte der zweiten Halbzeit, dass uns die Kraft und Ideen ausgegangen sind, die Abwehr sich auch irgendwann einstellen kann. Ein frischer Spieler mit neuem Elan und anderer Spielweise hätte die ESV-Abwehr nochmal unter Druck setzen können.“ Eben diese stand aber sehr sicher, wodurch man sich immer wieder zu Erfolgen quälen musste.Auf der Gegenseite bekam man aber – wohl ebenfalls kräftebedingt – im Verlauf des Spiels weniger Zugriff auf die ESVler. Vor allem der wendige Mittelmann Florian Mertens war mit acht Feldtoren kaum zu bremsen.

„Sicher ein Spiel, das man gewinnen kann, vielleicht sogar muss. Angesichts unserer Aufstellung sehe ich aber das Unentschieden als Punktgewinn“, resümierte Prelle.

Zumindest den Dritten Tabellenplatz konnte man sich mit dem Auftritt sichern.

Ungleich schwerer wird es aber wohl kommenden Samstag für den HC Weiden, wenn die ambitionierten Rodinger in der Weidner Mehrzweckhalle antreten und ihre direkten Aufstiegsziele wahren möchten.

Für den HC Weiden spielten: Hahn – Löw (7/6), Deml (3), Hafner (3/1), Schnabl (3/1), Döppl (2), Szameitat (2), Zahn (2), Baunoch (1), Prelle (1), Derdas, Wachsmann M.