Spielbericht Damen: Wille führt zum Sieg

Die Bezirksliga-Handballerinnen des HC Weiden haben mit 25:21 den erhofften Sieg bei der Regensburger TS eingefahren. Nach einer eher durchwachsenen ersten Hälfte reichte eine Leistungssteigerung nach der Pause zum Erfolg.

In den ersten Minuten schien der Matchplan der Gäste aufzugehen. Dann jedoch brachten sich die Max-Reger-Städterinnen selbst in Bedrängnis. Die Heimmannschaft erzielte fast mit jedem Angriff einen Treffer, die Nordoberpfälzerinnen durften nur einmal jubeln. In dieser Phase standen sechs Pfosten- und Lattentreffer auf der Habenseite der Gäste. Eine Auszeit beim Stand von 8:3 für Regensburg brachte zunächst die gewünschte Wirkung. Die HC-Damen glichen zum 9:9 aus, um dann aber zur Pause erneut mit 10:13 in Rückstand zu geraten.

Nach dem Wechsel setzte Regensburg den ersten Treffer, dann aber blies Weiden zur Aufholjagd. In der 38. Minute ging der HC erstmals in der Partie in Führung (16:15). Ein nochmaliges Aufbäumen brachte der Heimmannschaft noch einmal den 19:19-Ausgleich, aber die letzten zehn Minuten gehörte den Gästen, die den Sack mit 25:21 zumachten. „Dass wir in der Lage sind, Spiele noch zu drehen, haben wir in dieser Saison ja schon öfters bewiesen“, meinte Coach Thomas Eichinger. „Einstellung und Wille der Mannschaft waren da.“

Mit einem Heimsieg am Sonntag, 16. Dezember, um 17 Uhr in der Mehrzweckhalle gegen den ATSV Kelheim können sich die HC-Damen über die Weihnachtspause im oberen Drittel der Tabelle festsetzen.

Für den HC Weiden spielten: Tor: Bräunlein, Hanauer (2), Nina Rittner (3), Konrad, Eichinger (4), Hermann (5), Häuber (4), Häring, Roith, Schlosser (7), Baunoch, Ruhland, Venzl, Röhr.

Spielbericht: Niederlage für HC-Herren ein Achtungserfolg

Den Handballern des HC Weiden ist nichts vorzuwerfen. Beim TV Erlangen-Bruck III werfen sie Teamgeist und Kampfkraft in die Waagschale. Aber am Ende steht die achte Saisonniederlage.

Mit 30:25 (13:11) entschieden die Mittelfranken die Partie für sich, wobei das Ergebnis unter den gegebenen Vorzeichen für den HC Weiden fast schon als Erfolg zu werten ist. Denn wer gedacht hatte, dass es angesichts der jüngsten verletzungsbedingten Ausfälle nicht mehr schlimmer kommen könne, wurde eines besseren belehrt. Standen Samstagmittag noch 14 Spieler zur Verfügung, so meldeten sich im Laufe des Tages nochmals vier Akteure, darunter auch Abwehrrecke Jonas Baunoch, krankheits- oder verletzungsbedingt bei Interimscoach Jannis Prelle ab. So traten am Sonntag nur elf Spieler die Reise nach Erlangen an. Selbst Stefan Döppl reiste extra aus München an, um seinen Kameraden zu helfen. Zudem ergänzten Spieler der zweiten Mannschaft den Kader. Für die Bank lieh man sich mit Thomas Eichinger den Damencoach aus.

Die Weidner Rumpftruppe erwischte einen Traumstart und führte mit 5:1. Danach erwachte der Gastgeber. Über 7:7 gingen sie mit zwei Toren in Führung. Weiden nahm eine Auszeit und stellte die Abwehr um. Der stärkste Werfer der Heimmannschaft wurde in Manndeckung genommen. Der Plan funktionierte, bis zum Wechsel hielt man den Rückstand (11:13) konstant. „In der Halbzeit konnte ich nur loben. Einstellung, Leidenschaft, der Wille, etwas mitzunehmen, waren deutlich spürbar“, sagte Aushilfstrainer Thomas Eichinger.

Auch die ersten zehn Minuten nach dem Wechsel waren hart umkämpft. Nach 40 Minuten hieß es 20:16 für Erlangen. Dann aber musste der HC Weiden dem an den Kräften zehrenden Spiel und der dünn besetzten Auswechselbank Tribut zollen. Es gab zu einfache Ballverluste, gute Wurfmöglichkeiten wurden vertan. Erlangen nutzte die Schwäche des Gegners und zog bis zur 52. Minute auf 28:20 davon. Aber unter Wert wollten sich die Gäste nicht geschlagen geben. Sie mobilisierten nochmals alle Kräfte und verkürzen nochmals den Rückstand. Den Schlusspunkt des Spiels setzte mit Niclas Bölle ein junges Talent des HC Weiden mit einem schönen Gegenstoß. Am Ende verloren Weiden trotz einer ansprechenden kämpferischen Leistung mit 25:30.

HC Weiden: Tor: Lahm, Hahn. Feld: Lieshaj (3), Zahn (3), Bölle (1), Konrad (2), Löw (8), Szameitat (3), Döppl (2), Kick (1), Prelle (2).

Männliche B Jugend siegreich gegen SpV Mögeldorf

Mit allen Spielern an Bord reiste der HC Tross Richtung Nürnberg mit dem Ziel die Tabellenführung zurück zu erobern. Den Gegner Mögeldorf kennen die Weidener bereits von der letzten Saison und wussten wie unangenehm das Spiel werden wird.

Die Gastgeber eröffneten bereits nach 23 Sekunden den Torreigen und konnten bis zur 5 Minuten mit 3:1 enteilen. Erst jetzt erreichten die HC´ler Betriebstemperatur und konnten in der 9. Minuten mit 3:4 in Führung gehen. Leider verunsicherte der Schiedsrichter mit seinen Entscheidungen die Gäste, nach 15 Minuten waren alle drei gelben Karten an den HC vergeben. Zu dem machten sich die Jungs vom HC das Leben selber schwer. Das schlechte Wurfverhalten verhinderte ein entscheidendes Enteilen und beide Teams gingen beim Stand von 8:10 in die Kabinen.

Trainer Wachsmann appellierte in seiner Halbzeitansprache nicht weiter mit dem Schiedsrichter zu hadern oder zu diskutieren. Des Weiteren sprach er das mehr als schlechte Wurfverhalten an. Leider änderte sich gleich zum Anfang nichts. Anstatt auf 8:11 davon zuziehen, konnten die Gastgeber auf 10:10 ausgleichen. Die Weidener verstanden es einfach nicht den Ball in den Netzmaschen unterzubringen. Insgesamt 20 Würfe im gesamten Spiel alleine vor dem Tor wurden leichtsinnig vergeben. Im Spielaufbau selber wurde je länger das Spiel dauerte immer hektischer agiert, obwohl nach 41 Minuten die Weidener mit 17:12 führten. In derselben Minute erhielt dazu der beste Spieler von Mögeldorf für sein Foul an Felix Marterer die blau rote Karte und hätte so zu einer weiteren Beruhigung im Spiel des HC führen müssen. Die Hektik im Angriff und das unplatzierte Wurfverhalten auf Seiten der Gäste führten 90 Sekunden vor Schluss dazu dass die Mögeldorfer auf 17:18 heran kamen. Eine weitere Entscheidung vom Schiedsrichter zu Ungunsten des HC ließ die Gastgeber in Überzahl nochmal Hoffnung aufkeimen. Zum Glück konnten die Wachsmann Jungs zwei Tore drauflegen und schaukelten das Spiel mit 18:20 nach Hause. Das einzige positive an dem Spiel ist die Rückeroberung der Tabellenführung. Das Spiel selber war für die mitgereisten Eltern und dem Trainer eine Qual. Es fehlt die Lockerheit im Spiel des HC wie zum Anfang der Saison. Die gilt es wieder zu finden um im letzten Spiel in der Vorrunde die Herbstmeisterschaft klar zu machen.

Für den HC spielten: Kevin Tarada, Maurice Wachsmann (8), Fabian Vogel (2), Marius Kloos (4), Felix Marterer (6), Matthes Böttcher, Simon Kostial, Felix Kurzwart und Hubert Dirnberger

Großer Jubel zum ersten und langersehnten Sieg

Am zweiten Adventsonntag reisten die Mädchen der weiblichen C-Jugend nach Forchheim und spielten gegen den Tabellenvorletzten SV Buckenhofen. Nach den vergangenen, teils unglücklich verlorenen Spielen waren die Mädels sehr aufgeregt, wollten sie doch mit einem Sieg die Schlußlaterne zunächst einmal abgeben. Dies gelang ihnen erst in den letzten Spielminuten und die Partie endete knapp aber verdient mit 21:20 für den HC Weiden.

Nach sechs sieglosen Spielen und einem Unentschieden wollten die Mädels des HC Weiden die Schlusslaterne ersteinmal an den Vorletzten, den Gastgeber SV Buckenhofen, abgeben und in die kurze Winterpause gehen. Die Anspannung war daher sehr groß und genau so starteten sie in die erste Spielhälfte. Im Angriff agierten die HC-Mädels sehr statisch und überhastet, während sie in der Abwehr nicht konsequent genug handelten und dadurch die Durchbrüche der Rückraumspielerinnen der Gastgeber immer wieder zu ließen. Ebenso bekamen sie die Kreisläuferin des SV Buckenhofen nicht in Griff. So geriet das Team des HC Weiden von Anfang an in Rückstand und Buckenhofen baute bis zur Mitte der ersten Hälfte die Führung auf drei Zähler zum Stand von 9:6 aus. Eine Heimauszeit nutzten die Trainer des HC Weiden die Abwehr umzustellen, so dass sie die Kreisläuferin der Gastgeber in der Folge sehr gut unter Kontrolle brachten. Der Rückstand der Weidnerinnen verringerte sich kontinuierlich und sie bauten bis zur Halbzeitpause sogar eine Führung von 11:9 auf.

Die in der Halbzeit angesprochenen Fehler stellten die Mädchen des HC Weiden leider zu Beginn der zweiten Spielhälfte nicht ab und erhielten deswegen in den ersten knapp fünf Spielminuten vier Gegentreffer. Dazu schlichen sich immer wieder individuelle technische Fehler und überhastete Spielweisen ein, anstatt in aller Ruhe die entscheidende Lücke zum Wurf herauszuspielen.  Dennoch steckten die HClerinnen nicht auf und spielten sich nach dem Abstellen ihrer Fehler im Stellungsspiel schließlich bis knapp fünf Minuten vor Schluss auf ein 19:19 heran. Die Führung eröffnete Olivia Bock mit einem verwandelten Siebenmeter und einem weiteren Tor in der 48 Minute. Den Gegnerinnen gelang zwar noch kurz vor Schluss ein Tor, der Sieg war den Spielerinnen des HC Weiden jedoch nicht mehr zu nehmen.

Die Weidnerinnen gewannen die Partie zwar verdient, boten aber im Vergleich zu den vergangenen Spielen eher eine schwächere Teamleistung mit einigen technischen Fehlern und auch schlechter Trefferausbeute. Dennoch war die Freude bei den Spielerinnen und den Trainern über den ersten Sieg sehr groß. Gefeiert wurde das vorgezogene Weihnachtsgeschenk sofort nach dem Abpfiff. In der Kabine gab es dann den Kinderschampus dazu.

Es spielten: Anna-Maria Zuber (TW), Julia Obwandner (1/1), Julia Wiesner (6/4), Hannah Härtl (1/1), Emmy Kraus, Eliza Wodarczyk, Jennifer Hu, Olivia Bock (2/5), Leonie Ruhland, Sophia Rebin und Leonie Binner.

Vorbericht: HC-Herren wieder in der Ferne gefordert

Die Herren des HC Weiden sind am Sonntag zu ungewöhnlicher Zeit, die Partie ist auf 13:30 Uhr angesetzt, zu Gast beim TV Erlangen-Bruck III.

Die Gastgeber liegen derzeit im gesicherten Mittelfeld auf Platz 5 der Bezirksoberliga und sind wohl auch mit einem Punktestand von 9:7 Punkten im Soll.

Wie schwer die Erlanger zu bespielen sind, dürfte den Männern vom HC noch gut in Erinnerung sein, als man letzte Saison in der Sporthalle am Europakanal, nur wenig Chancen hatte das Spiel zu gewinnen.

Es wird hart

Nachdem es in den letzten Spielen immer knüppeldick für die Herren des HC Weiden kam, wird es auch in diesem Spiel nicht viel einfacher. Nicht nur, dass die beiden langzeitverletzten Mathias Werner und Stefano Flierl fehlen, so fehlen am Sonntag mit Mathias Schnabl der beruflich verhindert ist, auch noch der zweite Spielertrainer Christian Strasser aus privaten Gründen. Das dadurch Angesicht der sowieso schon schwierigen Ausgangslage, erst 2 Punkte aus 8 Spielen, das Selbstvertrauen in der Mannschaft nicht groß sein dürfte, versteht sich von selbst.

„Wir können und müssen jetzt von Spiel zu Spiel schauen und versuchen uns immer wieder Punkte zu klauen. Es ist ja auch nicht so, dass wir das Handballspielen komplett verlernt haben, jedoch haben wir in jedem Spiel bisher 15 Minuten in denen uns nichts gelingt. Daran werden wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen. 60 Minuten konzentriert in der Abwehr mutig und engagiert arbeiten, sowie geduldig aber mit Zug zum Tor die Angriffe in der Offensive vortragen“, äußerte sich Interimscoach Jannis Prelle vor dem Spiel.

Spieler aus der zweiten Mannschaft springen ein

Die Max-Reger-Städter werden wieder mit vielen Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen müssen und können daher ohne Druck nach Franken reisen.

Die Mannschaft weiß, ein Punkt wäre schon sehr viel Wert in der derzeitigen Situation. Eins ist jedoch sicher, die Stimmung in der Mannschaft ist immer noch sehr gut und wenn dies so bleibt und sich dann auch noch im neuen Jahr die Verletztenliste etwas lichtet, ist für die Saison noch lange nicht aller Tage Abend.

Wer am Sonntag für die Herren des HC Weiden die Schuhe schnüren wird, wird sich wohl erst Stunden vor dem Spiel endgültig zeigen. Die Männer vom HC hoffen natürlich wieder auf viele, lautstarke Anhänger die den Weg aus Weiden in die Metropole nicht scheuen.