Spielbericht: HC Herren gelingt erster Befreiungsschlag

Nach zwei bitteren Heimniederlagen in Folge gelang den Herren des HC Weiden ein kleiner Befreiungsschlag. Mit 25:22 kämpften sie am Sonntag in der Mehrzweckhalle den ASV Cham II nieder. Zudem eroberten die HC-Herren den dritten Tabellenplatz zurück – denn der Konkurrent HV Oberviechtach musste überraschend eine Niederlage einstecken.

„Der Sieg tut uns gut. Cham stellte sich als der erwartet schwere und unangenehme Gegner heraus. Wichtig ist aber vor allem, dass wir unseren Heimfans eine couragierte und kämpferische Leistung gezeigt haben und uns alle mit zwei Punkten belohnt haben“, ordnete HC-Trainer Jannis Prelle das Spiel ein.

Frühe Führung

Direkt zu Beginn setzten die HC-Spieler die Trainingsinhalte der vergangenen Woche um: Über eine schnelle zweite Welle gelang es Weiden immer wieder den Gegner zu überrumpeln und auf den Halbpositionen durchzubrechen. Vor allem Thomas Hafner und Fabian Szameitat konnten in der Anfangsviertelstunde die Lücken in der Chamer Defensive nutzen und sorgten für die frühe Führung. Und die gab die Mannschaft im gesamten Spielverlauf nicht mehr her.

Zaghafte Abwehr

Dass Cham trotzdem in Schlagdistanz blieb, lag vor allem an den beiden Rückraum-Shootern Jeremias Geißler und Markus Maier. Denn die HCler hinderten sie nicht konsequent genug am Wurf. „Solche Schützen darf man erst gar nicht zum Wurf kommen lassen. Wenn die auf neun Meter dran sind, können wir nicht einfach passiv blocken und hoffen, dass uns die Werfer in die Arme spielen. Da müssen wir frühzeitig in den Wurfarm kommen“, kritisierte Abwehrchef Jonas Baunoch die etwas zaghafte Abwehr. So ging es in die Halbzeitpause nur mit einem kleinen Polster (15:12).

HC-Coach Prelle konnte prinzipiell mit der handballerischen Vorstellung seiner Mannen zufrieden sein. Deshalb betonte er in der Pause, dass sie ohne Druck und dafür mit Spaß aufspielen können.

„Wir führen mit drei Toren zur Halbzeit und einige Spieler schleichen mit hängenden Köpfen in die Kabine. Das zeigt schon, wie verkrampft wir nach den letzten Niederlagen geworden sind.
Wir müssen wieder dahin, dass wir uns gegenseitig und selbst mehr feiern. Und das auch für eine Drei-Tore-Führung gegen Cham“, ergänzte Co-Trainer Florian Breinbauer.

Freiräume genutzt

Im zweiten Durchgang änderten die Gäste aus Cham ihre taktische Ausrichtung und nahmen HC-Mittelmann Niklas Deml in Manndeckung. Da der mit mehreren, kleinen Verletzungen gehandicapte Deml sich aber mehr schlecht als recht durch das Spiel kämpfte, spielte diese Umstellung den Weidenern in die Karten. Vor allem Christoph Harrieder und Stefano Flierl waren im fünf gegen fünf kaum zu verteidigen und konnten die Freiräume effizient ausnutzen. Somit fuhren die Herren des HC Weiden letztlich einen knappen, aber verdienten Heimsieg ein.

Cham ist in dieser Liga kein Punktelieferant. Über so einen Sieg darf man sich dann auch freuen.
Dass wir den ASV nicht mit zehn Toren Unterschied aus der Halle schießen, war schon vorher klar. Dementsprechend zufrieden bin ich mit dem Ergebnis und auch mit der Richtung, in die wir uns wieder entwickeln. Vor allem die ersten 15 Minuten sollten uns gezeigt haben, wie gefährlich wir im Tempo-Spiel sein können“, resümierte Prelle.

Für den HC Weiden spielten: Dirnberger, Hahn, Popp – Harrieder (9/4), Szameitat (4), Hafner (3), Flierl (3), Keller (2), Zahn (2), Deml (1), Schnabl (1), Baunoch, Löw.

Vorbericht: HC-Herren empfangen nächstes Top-Team

Um den Dritten Tabellenplatz und damit um Anschluss an die Aufstiegsränge kämpft die Erste des HC Weiden, wenn am Sonntag um 19:00 der HV Oberviechtach in der Mehrzweckhalle antritt. Mit einem Punkt Vorsprung steht momentan der HC auf dem Dritten Platz und will diesen nach Möglichkeit verteidigen. Erwarten darf man ein spannendes Spiel auf Augenhöhe.

Zwar konnte man die Oberviechtacher in der Hinrunde nach einem hart umkämpften Spiel bezwingen, der HV schaffte jedoch einige Achtungserfolge (Unentschieden gegen Roding), die zeigen, dass sich beim HV eine gute Truppe entwickelt hat. Das schnelle Spiel der Oberviechtacher fordert ein schnelles Rückzugsverhalten und eine kompakte Abwehr der Weidener.
Getragen werden die Gäste hauptsächlich von Michael Fleischer und Max Fütterer, die zu den Top-Torschützen (Platz 1 und 6) der Liga gehören.

Auf die HCler kommen also 60 Minuten Schwerstarbeit zu, wenn man die Punkte in Weiden behalten möchte. Der HC Weiden wird bis auf Konrad in nahezu voller Besetzung auflaufen.

Voraussichtliche Aufstellung: Dirnberger, Hahn, Lamm (Tor), Baunoch, Deml, Flierl, Hafner, Harrieder, Keller, Löw, Schnabl, Szameitat, Zahn

Come back stronger, Richie!

Die Herren des HC Weiden müssen nach einer bisher insgesamt sehr positiven Saison einen ersten herben Dämpfer hinnehmen. Mit Linksaußen Richard Konrad verletzte sich einer der Führungsspieler und Leistungsträger der Ersten Herren am Knie. Für den Torgarant (Top 15 der Liga) bedeutet das wohl das Saisonaus.
„Wir wünschen uns natürlich eine möglichst schnelle Genesung für Richard. Wichtig ist aber, dass er sich vollständig erholt und sein Knie nicht wieder zu früh belastet. Aus sportlicher, aber auch menschlicher Sicht ist das für den HC Weiden eine denkbar schlechte Nachricht. Richard geht nicht nur handballerisch vorne weg“, so HC-Coach Florian Breinbauer.
Stefano Flierl, der Kapitän des HCW, ergänzte im Namen der Mannschaft: „Wir alle wünschen Richard eine reibungslose Gesundung und hoffen, dass er bald zurückkommen kann!“

Spielbericht Herren: HC Weiden löst Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten

Am Ende wurde es das erwartet unangenehme Spiel für die Erste des HC Weiden. Den 27:31 – Auswärtserfolg macht man wesentlich spannender und knapper als nötig. Eher erleichtert als zufrieden kommentierte HC-Trainer Florian Breinbauer den Pflichtsieg: „Die RT hat das gewohnt clever und gelassen gespielt. Natürlich sind wir viel jünger und schneller, aber sie konnten ihre Stärken besser nutzen als wir unsere.“

Hauptsächlich lag das daran, dass die sehr dünn besetzte Weidener Truppe aufgrund des Personalmangels (nur acht etatmäßige Feldspieler standen zur Verfügung) nicht das gewohnte Tempospiel aufziehen konnte und sich immer wieder selbst bremsen musste, was den altgedienten Spielern der Domstädter natürlich entgegen kam. „In Vollbesetzung kann jeder 40 Minuten Vollgas geben und dann auf der Bank durchschnaufen. Heute hätte man dann in der Abwehr durchschnaufen müssen, was natürlich umgehend bestraft worden wäre. Das Spiel bewusst langsam machen, um dann nicht irgendwann einzubrechen, war eine bewusste Entscheidung“, erklärte Breinbauer nach dem Spiel.

Die stets äußerst fair geführte Partie war insgesamt sehr arm an sportlichen Highlights. Der HC lag von Anfang an in Front, konnte sich aber nie entscheidend absetzen. Kurz vor Schluss kamen die Hausherren – bedingt durch unnötige Zeitstrafen – zwar noch einmal auf ein Tor heran, nehmen ließen sich die HC-Herren die zwei Punkte aber nicht mehr und man zog vorentscheidend auf vier Tore davon.

„Wir haben die zwei Punkte und wollen das Spiel jetzt schnell abhaken und uns auf die kommende Aufgabe konzentrieren“, meinte Spielmacher Fabian Szameitat nach seinem überzeugenden Auftritt vor allem in Hinblick auf das nächste Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Oberviechtach, wollte aber dennoch das beeindruckende Debüt von Linksaußen Nils Keller nicht unkommentiert lassen: „Nils hatte natürlich einen Einstand nach Maß. Uns freut, dass er so schnell ein entscheidender Faktor für uns ist.“

Dem wendigen 27-Jährigen gelangen in seinem ersten Spiel für den HC sechs Feldtore – die meisten des Spiels.

„Mir hat mein Debüt heute sehr viel Spaß gemacht. Natürlich freut mich, dass ich dem Team mit meiner Leistung helfen konnte. Entscheidend sind für mich aber Punkte, die wir heute auch holen konnte. Das zählt“, resümierte Matchwinner Keller.

Für den HC Weiden spielten: Dirnberger, Lamm – Hafner (10/9), Keller (6), Deml (5), Flierl (4), Löw (3), Szameitat (3), Breinbauer, Schnabl, Zahn

Vorbericht: Herren I zu Gast beim Schlusslicht

Zur ungewohnten Anwurfzeit von 14:00 müssen die Herren des HC Weiden bei der TS in Regensburg antreten. Das Tabellenschlusslicht aus der Domstadt ist dabei als Gegner schwer einzuschätzen. Aus einem großen Spielerpool bedient sich das Team immer mit anderen Spielern. Der Großteil der Mannschaft sind ehemalige, meist höherklassig spielende Spieler, die ihre Handball-Karriere bei der „Regensburger Turnerschaft“ ausklingen lassen.
„Die RT ist immer eine Wundertüte. Man weißt nie, wer auflaufen wird. Von Schützenfest bis harter Kampf über 60 Minuten ist da am Samstag alles möglich. Dementsprechend müssen wir alles abrufen. Auch gegen den Tabellenletzten“, warnte HC-Trainer Florian Breinbauer.

Die Vorzeichen stehen dabei nach dem kräfteraubenden Derby gegen Nabburg/Schwarzenfeld eher gut. „Die Mannschaft brennt nach der letzten Niederlage auf einen Sieg, damit wir weiterhin punktgleich mit Oberviechtach auf dem dritten Platz stehen können. Ich gehe von einer couragierten Leistung aus, um uns wieder zu rehabilitieren“, schätzte Kapitän Steffi Flierl die Ausgangslage ein.

Verzichten muss der HCW bei der vermeintlichen Pflichtaufgabe allerdings auf die zwei Stammspieler Richard Konrad und Christoph Harrieder. Ebenso fehlen wird Lucas Vierling, dessen Rückkehr zum HC Weiden ursprünglich für Samstag angedacht war, jetzt aber aufgrund einer Handverletzung bis auf nächste verschoben werden muss.
Erfreulich ist dagegen, dass Nils Keller sein Debüt im HC-Trikot feiern wird und durch die Verletzungspause von Positionskonkurrent Konrad auch gleich voll gefordert ist.

„Wir freuen uns auf das Spiel, wollen und werden zeigen, was wir können und dann mit zwei Punkten nach Weiden heimkehren“, resümierte Breinbauer.