Abschied aus der Bezirksoberliga

Die Handballer des HC Weiden trotzten am letzten Spieltag der Saison dem dezimierten Kader mit viel Einsatz, mussten sich am Ende jedoch mit 33:29 dem HC Forchheim geschlagen geben. Die Weidener steigen nach einer schwierigen Saison aus dem Oberhaus des Bezirks Ostbayern ab.

Ohne etatmäßigen Kreisläufer, ohne Top-Torschütze Stefano Flierl und mit Jungtorwart Simon Lamm als einzigem Torhüter machten sich die Weidner auf die weite Auswärtsfahrt nach Forchheim. Für die Gastgeber ging es noch um Alles, da ihnen bei einer Niederlage ebenfalls der Abstieg gedroht hätte. Zu Beginn agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe und gingen bis zum 5:5 in der 12. Minute im Gleichschritt.

Dann häuften sich auf Seiten der HCler die technischen Fehler und Fehlerwürfe, was es dem Gegner einfach machte, davonzuziehen. Ein 6:1-Lauf brachte die guten Vorsätze der Gäste ins Wanken. Mit konsequenter Defensivarbeit und besserem Rückzugsverhalten stabilisierten sie sich jedoch wieder und zeigten ihrerseits einige Schmankerln im Angriff.

Viele Chancen ungenutzt

Erst versenkte zweimal Andreas Zahn von Rechtsaußen, dann hämmerte Thomas Hafner einen Schlagwurf ins Kreuzeck, bevor er Richard Konrad auf Linksaußen zu einem traumhaften Kempator einlud und dieser in der folgenden Aktion ein weiteres Mal die Heimabwehr düpierte. Der Halbzeitstand von 13:16
sah damit wieder erfreulicher aus.

Dieses Bild war nach fünfzehn gespielten Minuten in Halbzeit Zwei beschmiert, da die Max-Reger-Städter zu viele Chancen ungenutzt ließen und man den Gastgeber zu häufig zu einfachen Toren kommen ließ. Das 19:27 bedeutet eine riesige Hypothek zu diesem Zeitpunkt, wollte man das Ergebnis doch lange ausgeglichen halten, um die gegnerische Nervosität zum eigenen Vorteil nutzen zu können.

Hoffnung kurz vor Schluss

Beim folgenden 4:0-Lauf der Mannschaft um Spielertrainer Matthias Werner keimte noch einmal Hoffnung auf und das Team hatte zweimal die Möglichkeit, weiter zu verkürzen, scheiterte jedoch aus aussichtsreichster Position. Die letzten zehn Minuten der Saison versuchte das Team mit einer offensiven Manndeckung noch einmal Alles und erkämpfte sich einige Bälle, die vor allem Kristof Wittmann zu verwerten wusste.

Am Ende musste man sich jedoch mit 29:33 geschlagen geben. Spielertrainer Werner erklärte nach Spielende: „Meine Mannschaft hat auch heute wieder eine geschlossene Teamleistung abgeliefert und es fehlte auch in diesem Spiel nicht viel für einen Erfolg. Wir haben es nur leider zu häufig in dieser Spielzeit verpasst, in den entscheidenden Phasen die Big Points zu machen.“

Abschied einiger Spieler

Beim letzten Bezirksoberligaauftritt in Forchheim verabschiedeten sich einige Akteure aus der HC-Mannschaft. Diese tritt in der kommenden Bezirksligasaison ohne Christian Strasser, Jannis Prelle, Richard Konrad und Matthias Werner an. Es spielten: Lamm; Lerke (1), Zahn (4), Hafner (2), Barak, Strasser (3), Konrad (4), Szameitat (2), Wittmann (5), Werner (4/4), Baldauf (1), Prelle (3)

Spielbericht: HC Herren verlieren mit stark dezimierter Truppe

Die Handballer schafften auch bei der SG Naabtal nicht den erhofften Sieg und verloren am Ende noch deutlich mit 36:29.
Nachdem bereits einige Ausfälle fest standen, erreichten am Spieltag Trainer Matthias Werner noch drei weitere Absagen, allesamt von Rückraumspielern. So machten sich die HCler mit wenig Wechselmöglichkeiten auf nach Schwandorf und wollten dennoch endlich die Niederlagenserie durchbrechen. Mit einer offensiven Deckungsvariante sollten die Rückraumschützen der SG frühzeitig gestört werden und so leichte Tore verhindert werden. Dieser Plan ging zu Beginn nicht auf, da die Weidner viel zu passiv agierten. Beim 6:10 nach zehn Minuten nahm Werner die erste Auszeit und stellte seine Abwehr um. In der Folge konnten einige Ballgewinne erzielt werden und der eigene Zug zum Tor stimmte weiterhin. Beim 16:16 in der 25. Minute hatten die Max-Reger-Städter einen Vier-Tore-Lauf hingelegt und waren nun endgültig in der Partie.Dass man dieses Unentschieden nicht mit in die Halbzeit nahm, war zwei unglücklichen Abschlüssen geschuldet. Hervorzuheben war die geschlossene und variable Angriffsleitung, in der Defensive gab es allerdings einigen Gesprächsbedarf.
Leider kamen die Weidner, wie so oft in dieser Saison, schlecht aus der Kabine und liefen nach drei Minuten in Hälfte zwei bereits einem Fünf-Tore-Rückstand hinterher. Beim 25:28 eine Viertelstunde vor Schluss war man wieder in Schlagdistanz. Näher schafften es die HCler jedoch nicht mehr an die Gastgeber heran, da man auf der einen Seite mehrere überhastete Abschlüsse wählte und zum anderen einige unglückliche Entscheidungen schlucken musste. Das deutliche Ergebnis spiegelt nicht ganz den Spielverlauf wieder, da sich die dezimierten Gäste lange Zeit erfolgreich wehrten und eine couragierte Leistung zeigten. Alle Spieler trugen sich an diesem Sonntag in die Torschützenliste ein.
Es spielten: Hahn, Dirnberger; Löw (3/1), Schnabl (6), Szameitat (1), Konrad (6), Baunoch (4), Flierl (6), Strasser (2), Prelle (1)

Vorbericht Herren: Nabburg/Schwarzenfeld

Am Sonntag um 18:00 Uhr kommt es in der Mehrzweckhalle in Weiden zum Kellerduell der Bezirksoberliga. Dann treffen Letzter und Vorletzter aufeinander.

Während es für die Weidner nur noch theoretisch um den Nichtabstieg geht, werden die Nabburger versuchen, ihre letzte Chance zum Klassenerhalt mit einem Sieg zu erhalten. Mit mageren zwei Punkten stehen die Hausherren am Ende der Tabelle. Nach der schweren Verletzung von Matthias Werner im Hinspiel der beiden Mannschaften, gelang es dem HC Weiden nicht, diesen Ausfall gemeinsam und mannschaftlich zu kompensieren. In einigen knappen Spielen, wie zum Beispiel beide Spiele gegen Altdorf, fehlte dann die Cleverness und das Quäntchen Glück. So steht man am viertletzten Spieltag einer verkorksten Saison schon mit einigem Abstand auf dem letzten Platz.
Ähnlich ging es dem Tabellennachbarn aus Nabburg. Zahlreiche Abgänge und einige Verletzungen ließen die Mannschaft vom Saisonstart an um den Abstieg kämpfen.

Für den HC Weiden geht es vor allem darum, kämpferisch mit der richtigen Einstellung und Leidenschaft in das Spiel zu gehen und von Anfang an zu zeigen, dass man in eigener Halle endlich wieder einen Sieg einfahren will.

„Wir müssen unbedingt den Kampf in der Abwehr wieder annehmen. Zurücklaufen, Bekämpfen und clever nach vorne Spielen. Wenn wir vorne wieder mannschaftlich geschlossen auftreten, technische Fehler und Fehlwürfe reduzieren, dann sehe ich gute Chancen endlich wieder zwei Punkte einzufahren. Die Mannschaft und auch die Zuschauer haben ein positives Ergebnis mehr als verdient. Und am Sonntag ist es so weit.“ so Spielertrainer Strasser.

Vorbericht Herren: Tabellenführer zu Gast in Weiden

Den HC Herren steht am Wochenende eine große Herausforderung bevor. Nach der Niederlage gegen den Tabellenzweiten am vergangenen Wochenende, kommt nun der Tabellenführer der Bezirksliga Ostbayern in die Max-Reger-Stadt.

Die Erlanger sind dabei als Tabellenführer und Drittligareserve klarer Favorit. Bisher haben sie erst eine Niederlage und ein Unentschieden auf dem Konto. Die Erlanger Mannschaft zeichnete sich dabei durch Ausgeglichenheit und konsequente Abwehrarbeit aus. Mit dem höherklassig erfahrenen Spielertrainer Wannenmacher haben sie einen Taktgeber und Organisator in ihren Reihen, der sowohl Abwehr als auch Angriff stabilisiert und dirigiert.

Dazu sind sie auf allen Positionen hochklassig mit jungen, aufstrebenden Talenten besetzt, die auch immer wieder ihre Anteile in der Regionalliga bekommen.

Die Herren des HC Weiden werden ihre zuletzt aufsteigende Form bestätigen und ihre gute Abwehrleistung auch gegen Erlangen wieder auf die Platte bringen wollen. Als Tabellenletzter ist der HC Weiden klar in einer Außenseiter Rolle und kann mit einem Sieg gegen die Mittelfranken kaum rechnen. Dennoch wollen die Herren mit Freude am Handball und Kampfgeist in Angriff und Abwehr zu Werke gehen. Gute Ansätze zeigte die Mannschaft schon gegen den Tabellenzweiten Regensburg.

„Wir sind in diesem Aufeinandertreffen klarer Außenseiter und können daher fast ohne Druck aufspielen. Je länger wir die Partie offen halten können, desto mehr steigt der Druck auf Erlanger Seite. Daher ist für uns die Marschrichtung klar: Diszipliniert und mit Freude gemeinsam verteidigen und dann die Chancen, die wir uns herausspielen, hochprozentig zu nutzen“ so Trainer Werner.

Anpfiff ist Samstag Abend um 18:00 Uhr in der Mehrzweckhalle in Weiden.

Spielbericht Herren: Top im Kampf – trotz Niederlage

Die Handballer des HC Weiden unterlagen am Samstagabend dem ESV Regensburg mit 26:19, konnten dabei dem Aufstiegsaspiranten aber lange Paroli bieten.

Aufgrund von Verletzungen und Urlaub machten sich die Weidener etwas dezimiert auf den Weg in die Domstadt, zeigten jedoch beim ESV über weite Strecken der Partie eine ansprechende Leistung. Nach den bitteren Pleiten der letzten Wochen wollten der HC Weiden gegen den Favoriten durchstarten und sich wieder Selbstvertrauen für die verbleibenden Aufgaben holen. Sie begannen mit einer aggressiven Abwehr, die die Gastgeber häufig zu schlechten Würfen zwang und auch Max Hahn im Tor entschärfte einige Wurfversuche. Im Angriff wurde man durch eine Manndeckung gegen Stefano Flierl vor eine Aufgabe gestellt, die die restlichen Spieler meist sehr gut lösten. Die Weidener blieben variabel und erzielten von allen Positionen Tore.

Bis zum 9:9 in der 22. Minute sahen die Zuschauer zwei Mannschaften auf Augenhöhe, ehe einige unnötige Fehlwürfe die Max-Reger-Städter in Hintertreffen gerieten ließen. Statt mit einer eigenen Führung musste man mit 9:13 in die Pause gehen. Acht Minuten in der zweiten Halbzeit machten die Mannen von Trainer Matthias Werner leider so weiter, reihten Fehlwurf und technische Fehler aneinander und luden die Regensburger dadurch zu schnellen Kontern ein. Das 11:18 bedeutete eine Vorentscheidung.

HC Weiden kämpft

Dann ging allerdings, beginnend mit einem direkten Tor von Torwart Tobias Dirnberger, ein Ruck durch die Truppe. In der Abwehr hatte sie die Gastgeber wieder besser im Griff, gepaart mit einigen starken Paraden vom Torwartrückkehrer und im Angriff landeten einige sauber herausgespielte Wurfversuche im Tor. Zwölf Minuten vor Spielende hatten die Gäste mehrfach die Möglichkeit auf vier Tore zu verkürzen und in der verbleibenden Spielzeit den ESV vielleicht noch einmal unter Druck zu setzen, scheiterten in dieser Phase jedoch wiederholt am Gästekeeper.

Erst vier Minuten vor dem Schlusspfiff konnten die Weidener auf vier Tore Rückstand verkürzen, sie kassierten in der Folge durch eine offensivere Abwehr noch einen 0:3-Lauf zum Endstand von 26:19. Trainer Matthias Werner fasste nach Spielende die Begegnung zusammen: „Die deutliche Niederlage spiegelt nicht unsere kämpferische geschlossene Mannschaftsleistung wieder. Mit etwas mehr Fortune hätten wir durchaus ein besseres Ergebnis erzielen können. Aber so ist das, wenn du unten drin stehst.“

Es spielten für den HC Weiden: Hahn, Dirnberger (1); Lerke (1), Zahn (2), Strasser (2), Konrad (1), Flierl (2), Szameitat (2), Löw (5/2), Baldauf (2), Prelle (1)