Spielbericht: Abstiegsgespenst setzt sich in Weiden fest

Am dritten Advent wollten die Weidner Handballer eigentlich die dringend benötigten Punkte im letzten Heimspiel des Kalenderjahres feiern. Doch leider kam es anders.

Schon unter der Woche waren die Bedingungen für einen erfreulichen Jahresabschluss kaum gegeben. So konnte weder dienstags noch freitags entsprechend trainiert werden, da entweder nur eine Hallenhälfte oder kurzfristig auch keine Halle (Konzertveranstaltung) zur Verfügung stand.
Dennoch war man sich des Ernstes der Lage bewusst und versuchte die Stimmung vor diesem wichtigen Spiel hochzuhalten und mit vollem Einsatz in das Spiel zu gehen.

Doch wie schon so oft in den letzten Heimspielen kam man unsicher und geradezu verängstigt aus der Kabine. Nach zehn Minuten stand so ein 1:5 Rückstand auf der Anzeigentafel. Auch frühe Einwechslungen von erfahrenen Spielern fruchteten nicht, Fehlwürfe und daraus resultierende Gegenstöße erstickten jeden Ansatz einer Aufholjagd.
Auch Spielertrainer Strasser konnte diesmal nicht zur Ruhe und Ordnung im Spiel beitragen, sondern reihte sich mit einigen Fehlwürfen ins Mannschaftsgefüge ein.
Über 2:7 und 8:14 ging es nach 30 wenig ansehnlichen Minuten mit 10:14 in die Halbzeitpause.

In der Kabinenansprache wurde noch einmal versucht, alle Kräfte wachzurütteln und auf die durchaus vorhandenen Schwächen und Lücken im gegnerischen Spiel hinzuweisen. Doch auch in der zweiten Halbzeit bekam die Deckung der HC Herren die drei gut aufgelegten Gästespieler Mach, Rost und Radina nicht in den Griff. Immer wieder wurde der Kreis zu einfach freigespielt oder der freie Außenspieler gefunden. Aus diesen freien Wurfpositionen war es den Gästen ein leichtes Tore zu machen. Dabei kann den beiden gut haltenden Torhütern Hahn und Lamm im Weidner Tor kein Vorwurf gemacht werden. Hervorzuheben ist sicherlich auch die gute Leistung von Sebi Löw, der sowohl alle neun 7m verwandelte, als auch mit seiner Einstellung und seinem Einsatz einen großen Beitrag leistete.
Nach 60 zähen Minuten auf niedrigem Niveau beider Mannschaften nahmen die Gäste aus Forchheim verdient den 29:24 Sieg und die damit verbundenen 2 Punkte mit nach Hause.
Zurück blieben niedergeschlagene und frustrierte Weidner Spieler und Verantwortliche.

„Nach so einem Spiel ist es erstmal schwer, die passenden Worte zu finden. Es ist uns heute nicht gelungen, Druck auf eine keineswegs unschlagbare Forchheimer Mannschaft aufzubauen. Wir haben es den Gästen in Angriff und Abwehr viel zu einfach gemacht.“ so ein sichtlich bedienter Spielertrainer Strasser.
„Mit dieser Leistung wird es schwer, die Liga zu halten. Wir haben viele gute Spieler und zeigen immer wieder, dass wir mithalten können, leider oft nicht über 60 Minuten. Hoffnung macht mir trotzdem die Entwicklung der jungen Spieler und die Phasen in denen wir mit Leidenschaft kämpfen. Wir werden in der langen Winterpause alles geben und diese so gut wie möglich nutzen, um im neuen Jahr vielleicht doch noch die Wende zu schaffen.“

Vorbericht: Letztes Heimspiel des Jahres – HC Herren wollen sich ein Weihnachtsgeschenk machen

Am dritten Adventssonntag kommt es für die Herren des HC Weiden zum letzten Spiel dieses Kalenderjahres. Dabei trifft man auf den HC Forchheim, der nach seinem Abstieg aus der Landesliga auch im unteren Tabellendrittel zu finden ist. Die Mittelfranken mussten zahlreiche Abgänge verkraften und sich erneut finden. Dennoch haben sie zahlreiche erfahrene und torgefährliche Leute, die unter den besten Torschützen der Liga zu finden sind. Aufpassen müssen die Gastgeber dabei vor allem auf die Achse Mach – Radina, die schon viele Mannschaften vor Probleme stellten. Mit 7:11 Punkten stehen die Forchheimer im dünn besetzten Mittelfeld der Bezirksoberliga.

Genau zu diesem Mittelfeld wollen die Weidener Herren aufschließen.
Trotz der wiederholten Rückschläge in den letzten Wochen war auch in dieser Trainingswoche die Stimmung gut.
„Wir werden versuchen, unsere aufsteigende Form weiter zu bestätigen und uns mit Freude und Kampfgeist in dieses letzte Heimspiel des Jahres werfen. Wenn wir unsere Aufgaben dann erledigen und unser Spiel auf die Platte bringen, dann sehe ich gute Chancen, die beiden Punkte in Weiden zu behalten.“ so Spielertrainer Strasser.
„Besonders wird es wieder auf eine geschlossene und aktive Abwehr in Kombination mit schnellem Umschaltspiel ankommen. Gelingt es uns dann noch, Chancen hochprozentig zu verwerten und von allen Positionen Torgefahr auszustrahlen, dann können wir uns vielleicht ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk machen.“
Zwar kehren die Langzeitverletzten noch nicht ins Team zurück, dennoch stehen dem Trainerteam neben den jungen Leistungsträgern auch erneut erfahrene Aushilfskräfte zur Verfügung. Mit dieser Mischung und der lautstarken Unterstützung durch die zahlreichen Fans will man sich endlich belohnen und den dritten Advent siegreich feiern.

Spielbericht: Niederlage für HC-Herren ein Achtungserfolg

Den Handballern des HC Weiden ist nichts vorzuwerfen. Beim TV Erlangen-Bruck III werfen sie Teamgeist und Kampfkraft in die Waagschale. Aber am Ende steht die achte Saisonniederlage.

Mit 30:25 (13:11) entschieden die Mittelfranken die Partie für sich, wobei das Ergebnis unter den gegebenen Vorzeichen für den HC Weiden fast schon als Erfolg zu werten ist. Denn wer gedacht hatte, dass es angesichts der jüngsten verletzungsbedingten Ausfälle nicht mehr schlimmer kommen könne, wurde eines besseren belehrt. Standen Samstagmittag noch 14 Spieler zur Verfügung, so meldeten sich im Laufe des Tages nochmals vier Akteure, darunter auch Abwehrrecke Jonas Baunoch, krankheits- oder verletzungsbedingt bei Interimscoach Jannis Prelle ab. So traten am Sonntag nur elf Spieler die Reise nach Erlangen an. Selbst Stefan Döppl reiste extra aus München an, um seinen Kameraden zu helfen. Zudem ergänzten Spieler der zweiten Mannschaft den Kader. Für die Bank lieh man sich mit Thomas Eichinger den Damencoach aus.

Die Weidner Rumpftruppe erwischte einen Traumstart und führte mit 5:1. Danach erwachte der Gastgeber. Über 7:7 gingen sie mit zwei Toren in Führung. Weiden nahm eine Auszeit und stellte die Abwehr um. Der stärkste Werfer der Heimmannschaft wurde in Manndeckung genommen. Der Plan funktionierte, bis zum Wechsel hielt man den Rückstand (11:13) konstant. „In der Halbzeit konnte ich nur loben. Einstellung, Leidenschaft, der Wille, etwas mitzunehmen, waren deutlich spürbar“, sagte Aushilfstrainer Thomas Eichinger.

Auch die ersten zehn Minuten nach dem Wechsel waren hart umkämpft. Nach 40 Minuten hieß es 20:16 für Erlangen. Dann aber musste der HC Weiden dem an den Kräften zehrenden Spiel und der dünn besetzten Auswechselbank Tribut zollen. Es gab zu einfache Ballverluste, gute Wurfmöglichkeiten wurden vertan. Erlangen nutzte die Schwäche des Gegners und zog bis zur 52. Minute auf 28:20 davon. Aber unter Wert wollten sich die Gäste nicht geschlagen geben. Sie mobilisierten nochmals alle Kräfte und verkürzen nochmals den Rückstand. Den Schlusspunkt des Spiels setzte mit Niclas Bölle ein junges Talent des HC Weiden mit einem schönen Gegenstoß. Am Ende verloren Weiden trotz einer ansprechenden kämpferischen Leistung mit 25:30.

HC Weiden: Tor: Lahm, Hahn. Feld: Lieshaj (3), Zahn (3), Bölle (1), Konrad (2), Löw (8), Szameitat (3), Döppl (2), Kick (1), Prelle (2).

Vorbericht: HC-Herren wieder in der Ferne gefordert

Die Herren des HC Weiden sind am Sonntag zu ungewöhnlicher Zeit, die Partie ist auf 13:30 Uhr angesetzt, zu Gast beim TV Erlangen-Bruck III.

Die Gastgeber liegen derzeit im gesicherten Mittelfeld auf Platz 5 der Bezirksoberliga und sind wohl auch mit einem Punktestand von 9:7 Punkten im Soll.

Wie schwer die Erlanger zu bespielen sind, dürfte den Männern vom HC noch gut in Erinnerung sein, als man letzte Saison in der Sporthalle am Europakanal, nur wenig Chancen hatte das Spiel zu gewinnen.

Es wird hart

Nachdem es in den letzten Spielen immer knüppeldick für die Herren des HC Weiden kam, wird es auch in diesem Spiel nicht viel einfacher. Nicht nur, dass die beiden langzeitverletzten Mathias Werner und Stefano Flierl fehlen, so fehlen am Sonntag mit Mathias Schnabl der beruflich verhindert ist, auch noch der zweite Spielertrainer Christian Strasser aus privaten Gründen. Das dadurch Angesicht der sowieso schon schwierigen Ausgangslage, erst 2 Punkte aus 8 Spielen, das Selbstvertrauen in der Mannschaft nicht groß sein dürfte, versteht sich von selbst.

„Wir können und müssen jetzt von Spiel zu Spiel schauen und versuchen uns immer wieder Punkte zu klauen. Es ist ja auch nicht so, dass wir das Handballspielen komplett verlernt haben, jedoch haben wir in jedem Spiel bisher 15 Minuten in denen uns nichts gelingt. Daran werden wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen. 60 Minuten konzentriert in der Abwehr mutig und engagiert arbeiten, sowie geduldig aber mit Zug zum Tor die Angriffe in der Offensive vortragen“, äußerte sich Interimscoach Jannis Prelle vor dem Spiel.

Spieler aus der zweiten Mannschaft springen ein

Die Max-Reger-Städter werden wieder mit vielen Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen müssen und können daher ohne Druck nach Franken reisen.

Die Mannschaft weiß, ein Punkt wäre schon sehr viel Wert in der derzeitigen Situation. Eins ist jedoch sicher, die Stimmung in der Mannschaft ist immer noch sehr gut und wenn dies so bleibt und sich dann auch noch im neuen Jahr die Verletztenliste etwas lichtet, ist für die Saison noch lange nicht aller Tage Abend.

Wer am Sonntag für die Herren des HC Weiden die Schuhe schnüren wird, wird sich wohl erst Stunden vor dem Spiel endgültig zeigen. Die Männer vom HC hoffen natürlich wieder auf viele, lautstarke Anhänger die den Weg aus Weiden in die Metropole nicht scheuen.

Spielbericht Herren: Starke Aufholjagd – und doch keine Punkte

Die Herren des HC Weiden mussten die Punkte erneut ihren Gästen überlassen. Die Schwandorfer Handballer siegten in Weiden.

Schon zu Beginn des Spiel taten sich die HC-Hausherren sichtlich schwer, den Toptorschützen der Naabtaler, Dominik Weh, in den Griff zu bekommen. Auch eine frühe Umstellung auf eine Manndeckung fruchtete zunächst nicht und die Gäste setzten sich schnell auf 2:7 ab. Obwohl die Mannschaft im Verlauf der ersten Halbzeit besser mithalten konnte, gelang es nicht, den Rückstand zu verkürzen. Mit dem Pausenstand von 12:18 ging es zunächst in die Kabine.

Starke Halbzeit ohne Belohnung

Trainer und Mannschaft fanden klare Worte: Die Weidener stellten die Abwehr neu ein und sprachen den jungen Spielern im Angriff Mut zu. Motiviert ging der HC Weiden wieder in die Partie. Mit mehr Selbstvertrauen gingen vor allem die jungen Spieler in die Aktionen und belohnten sich mehrfach dafür. So verkürzten die Weidener den Rückstand durch ein kräftezehrendes Spiel auf nur noch drei Tore in der 40. Minute. Die Hoffnung auf die Wende erfüllte sich für die HC Herren aber auch dieses mal leider nicht: Am Ende stand ein verdienter 36:29 Sieg der Naabtaler auf der Anzeigetafel.

Erneut bleibt nur der Blick auf eine wieder starke zweite Halbzeit und auf ein starkes Debüt von Kristian Lleshaj in der ersten Mannschaft des HC Weiden. „Wieder stehen wir nach 60 Minuten ohne Punkte da. Erneut haben wir es nur phasenweise geschafft, unser Potential auf den Hallenboden zu bringen. Wenn wir es schaffen, in die nächsten Partien von Anpfiff an aggressiv und fokussiert zu agieren, dann können wir mit fast allen Mannschaften dieser Liga mithalten. Sollten wir aber den Schalter wieder zu spät erst umlegen, dann wird es gegen jeden Gegner schwer zu punkten“, so das Fazit von Trainer Strasser.