Spielbericht Damen: Rath-Lux nimmt Abschied

Bild:Eger

Das haben sich die Handballerinnen des HC Weiden zum Saisonabschluss anders vorgestellt: Das Heimspiel gegen den ASV Cham verlor die Mannschaft mit 21:25, wobei der Sieg der Gäste unterm Strich nicht unverdient war. Aufgrund des gleichzeitigen Erfolgs des HV Oberviechtach gegen Altdorf belegt der HC Weiden in der Schlusstabelle der Bezirksliga Ost den dritten Platz.

Im Blickpunkt stand zum Saisonende eine langjährige, verdiente Akteurin. Nach über 30 Jahren als Spielerin verabschiedete sich Ilona Rath-Lux vom aktiven Handballsport. Im Namen der Mannschaft und des Vorstands bedankten sich Maria Schlosser und Rainer Löw mit Erinnerungsfotos und einen Geschenkgutschein für einen Aktivurlaub bei Rath-Lux für rund 500 Spiele und über 1000 Tore, die sie seit der Jugend für den HC Weiden erzielt hat. Anerkennende Worte gab es auch für ihr Engagement außerhalb des Feldes. Nach einigen Jahren im Vorstand übernahm sie 2003 dessen Vorsitz für zwei Jahre. Sie unterstützt ihren Handballclub seit vielen Jahren regelmäßig organisatorisch und finanziell. Als neue Vorsitzende des Schwimmvereins Weiden tritt der aktive Sport nun etwas in den Hintergrund, wobei sie zusagte, das HC-Trikot in Ausnahmesituationen weiterhin überzustreifen.

Spielbericht Herren: HC Weiden zieht erneut den Kürzeren

Eine gute Halbzeit ist gegen einen Spitzenreiter zu wenig: Die Handballer des HC Weiden ziehen gegen den TV Erlangen-Bruck II am Ende deutlich den Kürzeren.

Bei der 19:27-Niederlage präsentierten sich die Weidener in den ersten 30 Minuten gut eingestellt und hochmotiviert. Die Hausherren waren in der Defensive hellwach und setzten die Erlanger mit einer körperbetonten Spielweise immer wieder unter Druck. Dadurch resultierten Ballgewinne, die in schnelle Tore umgemünzt wurden.

Bis zum 7:7 in der 17. Minute verstand es der HC, die sich bietenden Lücken auf den Halbpositionen mit viel Überzeugung zu nutzen. Fabian Szameitat und Stefano Flierl konnten immer wieder zum Kreis durchbrechen und selbst verwerten oder wurden siebenmeterrreif gefoult. Auch nach der Manndeckung gegen Spielertrainer Matthias Werner boten sich bis zur Pause beste Einwurfmöglichkeiten, die jedoch häufig liegengelassen wurden. Diese Phase nutzten die Gäste, um etwas davonzuziehen, was den Halbzeitstand von 10:14 erklärt.

Auch im zweiten Durchgang wollten die Max-Reger-Städter mit viel Leidenschaft den Tabellenführer ärgern und für einen überraschenden Punktgewinn sorgen. Der Start war verheißungsvoll, Weiden war beim 12:14 in Schlagdistanz. Zwei unglückliche Schiedsrichterentscheidungen und zwei Fehler im Angriff bescherten dem TV vier schnelle Tore. Der HC lag das erste Mal mit sechs Toren zurück. In der Folge gelang es nicht, die Erlanger in Gefahr zu bringen. Zu drucklos wurde in der Offensive agiert, zu selten gelangen Durchbrüche mit voller Überzeugung. Die Führung des Spitzenreiters lag bis zum Ende der Begegnung, welche mit 19:27 endete, stets zwischen sieben und neun Toren.

Die HC-Trainer hatten sich im zweiten Durchgang mehr von ihrem Team erhofft. „Es gelingt uns derzeit nicht, den Druck über die volle Spielzeit aufrechtzuerhalten“, meinten Matthias Werner und Thomas Eichinger unisono. „Die Mannschaft muss 60 Minuten lang brennen. Das wird in den noch ausstehenden drei Spielen der ausschlaggebende Punkt sein, wollen wir auch im nächsten Jahr in der Bezirksoberliga spielen.“

Es spielten: Dirnberger, Hahn; Lerke (1), Baldauf (2), Zahn, Hafner, Konrad, Prelle, Baunoch (2), Flierl (5), Szameitat (2), Werner (6/4), Löw (1), Kick.

HC Weiden siegt im spannungsgeladenen Handballkrimi bei der SG Regensburg

Im vorletzten Rückrundenspiel der weiblichen C-Jugend des HC Weiden ging es in die Domstadt zum Auswärtsspiel gegen die SG Regensburg. Beide Mannschaften lieferten sich bis zum Schluss vor nur wenigen Zuschauern  ein äußerst spannendes Duell, welches wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff mit einem knappen Sieg für den HC Weiden endete.

Die Mädels des HC Weiden als sichere Zweitplazierte in der ÜBL Ost traten am Sonntag mittag gegen den Drittplazierten, die SG Regensburg, an. Die Weidener waren keinem Druck mehr ausgesetzt, der zweite Tabellenplatz war zu dieser Zeit sicher, der erste nur noch mit einem Patzer von Nabburg/Schwarzenfeld möglich. Dennoch waren die Mädchen heiß auf das Spiel, was sie von Anfang an auch zeigten. Es ging munter los, die Gastgeberinnen gingen hart zu Werke und der Schiedsrichter teilte gleich zu Beginn die ersten gelben Karten und eine Zeitstrafe aus. Beide Mannschaften erzielten im Wechsel der Angriffe ihre Tore. Weiden bekam in der ersten Spielhälfte drei Siebenmeter zugesprochen und verwandelten diese sicher. Sie mussten aber auch einen Strafwurf hinnehmen.  Das erste Halbzeitdrittel war ausgeglichen, beide Mannschaften schenkten sich weder im Angriff noch in der Abwehr etwas und mussten sehr schwer arbeiten. Nach 12 Minuten setzten sich die Regensburgerinnen langsam ab und konnte bis zum Halbzeitpfiff ein 14:12 mit in die Pause nehmen.

Die HC-Mädels gingen trotzdem sehr motiviert in die zweite Spielhälfte und glaubten weiterhin an einen Sieg gegen die Gastgeber. Die Partie setzte sich so wie in der ersten Halbzeit fort. Die Weidener Abwehr hatte alle Hände voll zu tun, bewegte sich sehr viel und hielt teilweise bei einzelnen Regensburger Rückraumspielerinnen zu Dritt dagegen. Auch der Schiedsrichter teilte weiterhin Verwarnungen aus, Zeitstrafen betrafen nur die Gegnerinnen. Allerdings hatten die HClerinnen eingangs der zweiten Spielhälfte etwas Pech in ihren Abschlüssen, so dass die SG Regensburg nach wenigen Minuten mit vier Toren davon zog. Der Weidener Angriff ließ sich dadurch nicht beirren, war sehr ideenreich und warf die Tore über die Außenspielerinnen genauso wie aus dem Rückraum. Zudem setzten die Rückraumspielerinnen sehr oft die Kreisspielerin Hannah Härtl in Szene, die vier schöne Tore von ihrer Position aus erzielte. Dadurch gelang es den kämpferischen Weidnerinnen in der 40. Minute den 22:22 Ausgleich zu erzielen. Von nun an ging es sehr schnell auf beide Tore, die Regensburger legten im weiteren Verlauf wieder zwei Tore vor, Weiden glich in der 46 Minute erneut zum 25:25 aus. Jetzt legten die HC-Mädels nach und erhöhten bis zur 48 Minute auf 26:28. 40 Sekunden vor Schluss stand es dann erneut Unentschieden mit 28:28 als die Weidnerinnen einen Freiwurf bekamen. Die Mauer der Regensburger baute sich mit hochgestreckten Armen auf. Olivia Bock setzte zum Sprungwurf an und spielte nach rechts auf die einlaufende Julia Wiesner, die die große Lücke auf halb Rechts nutzte und drei Sekunden vor Schluss das Siegtor mit einem brillanten Aufsetzer in die lange Torecke erzielte.

Mehr Spannung wäre in diesem nervenaufreibendem Spiel kaum zu ertragen gewesen. Beide Mannschaften kämpften bis zum Schluss und gaben alles. Am Ende hatte der HC Weiden das entscheidende Siegtor geworfen. Ein Schatten blieb dennoch zurück, als am Nachmittag bekannt wurde, dass sich die Torfrau Elisabeth Wirth in den letzten Sekunden des Spiels bei einer Aktion im Torraum den Arm gebrochen hatte.

Es spielten: Elisabeth Wirth (TW), Christine Greger (3), Eva Härich, Julia Wiesner (8), Hannah Härtl (4), Lena Arnold (1), Olivia Bock (7) und Hanna Werner (6).

Vorbericht: HC Weiden Herren stehen am Samstag vor Mammutaufgabe

Am Samstag zur besten Tatortzeit bekommen es die Herren des HC Weiden mit dem aktuellen Tabellenführer der Bezirksoberliga, dem TV Erlangen-Bruck zu tun. Der Ligaprimus kommt für die Max-Reger-Städter eigentlich zum richtigen Zeitpunkt. Die letzten beiden Punktspiele haben die Weidener abgeschenkt und es scheint zur Zeit ein wenig der Wurm im Spiel der Gastgeber zu sein.

„Gegen den Spitzenreiter können wir nur wenig falsch machen, und anders als an den Vorwochenenden an denen wir abliefern hätten müssen, gilt heute, alles kann nichts muss. Vor allem müssen wir uns die Spielfreude wieder holen. Samstag können wir ohne Druck spielen, aber es muss wieder jeder richtig heiß darauf sein Handball vor unserem tollen Publikum spielen zu dürfen,“ so Trainer Thomas Eichinger vor dem Spiel.

Im Hinspiel scheiterten die Max-Reger-Städter zu oft am gut aufgelegten Torhüter und fingen sich so über die schnellen Gegenstöße zu viele einfache Tore ein. Dies müssen die Weidener auf jeden Fall abstellen um nicht gleich von Anfang an unter die Räder zu kommen.

Eine Stabile Abwehr, schnelles Rückzugsverhalten, Geduld im Angriff gepaart mit der nötigen Spielfreude könnte der Schlüssel zum Erfolg sein und wer weiß vielleicht können die Gastgeber ja ohne Druck der Bayernligareserve aus Franken das eine oder andere Bein stellen.

Nachdem es in den letzten beiden Wochen die Weidener Mannschaft Verletzungs- und Krankheitsbedingt stark gebeutelt hat, hoffen die Trainer dass sich die Spielerliste langsam wieder füllt. Wer also am Samstag um 2000 Uhr in der Realschule auf dem Parkett stehen wird, kann erst nach dem Abschlusstraining festgelegt werden.

Die HC Herren hoffen wieder auf zahlreiche Zuschauer, die schon die gesamte Spielzeit eine riesen Stimmung in die Halle zauberten und vielleicht als 8 Mann den Ausschlag am Wochenende geben kann.

Spielbericht: HC-Herren verlieren überraschend gegen Buckenhofen

Die Handballer des HC Weiden hatten am Wochenende erneut das Nachsehen gegen einen direkten Konkurrenten um den BOL-Klassenerhalt. Gegen den SV Buckenhofen verloren die Hausherren 21:22.

Das Lazarett der Weidener hatte sich vor der Partie wieder gelichtet, auch wenn einige Spieler angeschlagen in das wichtige Heimspiel gingen. Einer von ihnen war Stefano Flierl, der dem HC mit druckvollen Aktionen die ersten drei Treffer bescherte. Weiden setzte sich weiter ab, doch gegen Ende der ersten Hälfte vergab der HC einige Chancen, so dass es zur Pause nur 9:8 stand. In der Halbzeit forderte Trainer Matthias Werner, die klaren Chancen besser zu nutzen. Aber es änderte sich nichts. Häufig wurde zu überhastet abgeschlossen und selbst beste Einwurfmöglichkeiten wurden liegengelassen. Der 12:15-Rückstand war der folgerichtige Zwischenstand. Die Weidener kamen aber wieder heran. Die Hoffnung, die Partie doch noch für sich zu entscheiden, war groß. Dann ging aber Buckenhofen wieder in Führung, der HC schaffte es nicht zu kontern. „Zuhause musst du diesen Gegner schlagen“, sagte Trainer Werner. „Aber es läuft nicht rund im Moment. Mit nur 21 geworfenen Toren kannst du nicht gewinnen.“

HC-Tore: Werner (6/4), Flierl (6), Prelle (4), Lerke (1), Zahn (1), Konrad (1), Löw, Szameitat (1), Döppl (1)