Wichtiger Sieg gegen die SG Regensburg im vorletzten Rückrundenspiel

Zwei wichtige Punkte holten sich die Mädchen des HC Weiden am Sonntagnachmittag im Auswärtsspiel bei der SG Regensburg. Nach dem Vorrundenunentschieden ließen die HC-Spielerinnen diesmal nichts anbrennen und gewannen gegen die Mädchen aus Regensburg klar und verdient mit 34:22.

Im vorletzen Spiel der Saison 2018/19 hieß es gegen die SG Regensburg zu punkten, zumal kurz vor Spielbeginn bekannt wurde, dass der Tabellenletzte SV Buckenhofen überraschend gegen die HSG Fichtelgebirge gewonnen hatte.

Die Mädchen des HC Weiden waren hochmotiviert und vertrauten von Anfang an ihren Stärken. Zudem war der Kader diesmal nahezu komplett, so dass das Trainerteam aus dem Vollen schöpfen konnte. Nach einem starken Zuspiel an den Kreis eröffnete Hannah Härtl den Torreigen mit dem 1:0 für den HC Weiden. In den ersten 10 Minuten zeigten beide Teams zunächst ein ausgeglichenes Spiel, das Tableau meldete nach wechselseitigen Toren einen Spielstand von 5:5. Mehrere herausgefangene Bälle aus dem Angriffsspiel der Regensburgerinnen ermöglichten den Spielerinnen des HC Weiden immer wieder erfolgreiche Gegenstöße. Zudem führten perfekte Kreisanspiele ebenfalls zu Toren. Die Mädchen des HC Weiden bauten jetzt so ihre Führung deutlich aus, es gelangen ihnen in dieser Phase 12 Tore. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verwandelte Hannah Härtl erneut vom Kreis einen Torwurf zum Halbzeitstand von 17:9 für den HC Weiden.

In der zweiten Spielhälfte setzten die Weidnerinnen ihren Kurs auf Sieg unbeirrt fort, wenngleich ihnen zu Beginn der zweiten Halbzeit einige Fehler im Angriff und auch in der Abwehr unterliefen. Abermals gelang es den HClerinnen ein ums andere Mal durch kluge Kreiszuspiele und starke Durchbrüche der Rückraumspielerinnen Julia Obwandner, Julia Wiesner und Olivia Bock die gegnerische Abwehr auszuknocken und Tore zu erzielen.  Nach etwa 15 Spielminuten erhöhten die HC-Mädchen den Abstand um 12 Tore auf einen Spielstand von 24:12. Bis zum Abpfiff ließen die Weidnerinnen nicht mehr nach und spielten ihre Chancen konsequent und deutlich heraus. Das Spiel endete mit 34:22 für den HC Weiden. Die Mannschaft holte sich nicht nur den Sieg, sondern auch zwei sehr wichtige Punkte und viel Selbstvertrauen für das letzte Heimspiel gegen den SV Buckenhofen.

Das Trainerteam waren sehr erfreut zum einen über die erkennbare positive Entwicklung bisher eher unauffälliger Spielerinnen, die  diesmal erneut ihr Potential zeigten und teils auch zu schönen Torerfolgen kamen, als auch die sehr klugen Kreiszuspiele aus dem Rückraum. Ein Sieg am kommenden Samstag vor heimischer Kullisse könnte den HC-Mädchen noch einen versöhnlichen Platz im Mittelfeld bescheren. Hierzu wünscht sich das Team große Zuschauerunterstützung.

Es spielten: Elisabeth Wirth (TW), Julia Obwandner (2/3), Gerda Németh, Julia Wiesner (4/6), Hannah Härtl (3/2), Eliza Wodarczyk, Jennifer Hu (1), Olivia Bock (6/3), Stefanie Heger (2), Franziska Röhr, Sophia Rebin (1) und Leonie Binner (1).

Riesige Begeisterung beim Schnuppertraining des HC Weiden

Die Handballweltmeisterschaft der Herren hinterließ deutlich spürbar positive Eindrücke, sodass vergangenen Samstag 15 Kinder der Einladung zum Schnuppertraining des HC Weiden in die Mehrzweckhalle Weiden folgten. Die ballsportbegeisterten Kids hatten sichtlich großen Spaß bei den verschiedenen Ballspielen und -übungen und wollten sich am Ende davon nicht mehr trennen.

Jugendleiterin Ramona Venzl vom HC Weiden lud alle interessierten Mädchen und Jungs im Alter zwischen sechs und 14 Jahren zu einem Schnuppertraining ein, das mehrere erfahrene Jugendtrainer des HC Weiden durchführten. Am Samstagvormittag, 23.02.2019, kamen schließlich 15 ballsportinteressierte Kinder mit ihren Eltern in die Mehrzweckhalle, um die Vielfalt des Handballsports näher kennenlernen zu können.

Nach dem Warm-Up „Laibchenfangen“ übten die Kinder mit einem Goalcha-Ball ihren Gleichgewichtssinn und den Umgang mit diesem außergewöhnlichen Softball. Gleichzeitig kräftigten sie damit auch ihre Rumpf- und Beinmuskulatur. Anschließend lernten sich die Kinder mit verschiedenen Prellübungen näher kennen und durften hierbei schon ihre Wurffähigkeiten ausprobieren. Die Trainer waren schnell davon beeindruckt, welch großes Geschick die Mädchen und Jungs im Umgang mit dem Ball zeigten. So schafften es tatsächlich alle, eine Lösung für die Vorgabe zu finden, den Goalcha vom Boden aufzuheben und zwischen Schulter und Hals zu klemmen, ohne dabei die Hände zu benutzen. Ebenso waren die Coaches vom unerbittlichen Trainingsfleiß der Kids erstaunt. Zu regelmäßigen Trinkpausen mussten die Kinder angehalten werden, weil ihre Begeisterung für das Training und die Gier nach dem Ball größer waren, als durchzuschnaufen und Flüssigkeit aufzunehmen.

Beim abschließenden „Bankball“ tobten sich die Jungs und Mädels nochmals aus und versuchten mit den acht weichen Goalchas ihre Gegner schnellstmöglich abzuwerfen und dadurch die Spieler zu neutralisieren, also auf die Bank zu bringen. Jedes Team konnte mit viel Geschick einen Durchgang für sich entscheiden.

Am Ende der Trainingseinheit gaben die Kids mit ihren Eltern beim Abschlussgespräch am Mittelkreis durchwegs positives Feedback zu diesem Schnuppertraining und  erklärten „Bankball“ zu ihrem Lieblingsspiel. Im Gruppenfoto zeigten die Kinder nochmals ihre große Freude. Zum Abschied schenkten ihnen die Verantwortlichen Gummibärchen und Bleistifte mit dem HC-Logo, welche symbolisch für Vereinbarkeit Sport und Schule bzw. gesunder Geist und gesunder Körper stehen sollen. Die Trainer bedankten sich für die hochmotivierte Teilnahme der Jungen und Mädchen an der Schnuppereinheit als auch das große Interesse der Eltern für diesen äußerst vielseitigen Sport.

Kinder, die an diesem Schnuppertraining nicht teilnehmen konnten, können natürlich jederzeit zum jeweiligen Training kommen, um dort den Handballsport kennenzulernen und auszuprobieren. Jugendleiterin Ramona Venzl steht für Fragen rund um den Jugendhandball unter der Rufnummer 0160/94600464 zur Verfügung. Trainingszeiten und weitere Informationen finden sich auf unserer Homepage.

HC Weiden on Tour bei der Handball WM

Ausverkaufte Mercedes-Benz Arena in Berlin, eine Stimmung wie im Hexenkessel und mittendrinn viele Weidner Handballfans. Am Samstag früh um 06.00 Uhr startete die Mission Handball WM für 63 Handballer vom HC Weiden. Voller Vorfreude und bestens gelaunt bahnte sich der vollbesetzte Bus seinen Weg in die Landeshauptstadt.

Bestens vorbereitet und organisiert von HC Jugendleiterin Ramona Venzl und der Vorsitzenden des Jugendfördervereins Jacqueline Roy wurde das Wochenende zu einem Spitzenevent, mit super Handballspielen und abgerundet mit interessanten Rahmenprogramm. Nach dem die Max-Reger-Städter pünktlich ihr Hostel am Ostbahnhof erreicht hatten, wurden nur noch eilig die Zimmer bezogen, die Fanutensilien angelegt, Deutschlandfahnen ins Gesicht gezaubert und schon ging es los zur Merzedes-Benz Arena. Bereits der Anblick von außen war beeindruckend, doch das wahre Ausmaß der 14500 Zuschauer fassenden Arena sollte erst mit Betreten des Innenraums sichtbar werden. In schon fast schwindelerregenden Höhen fanden die meisten HC-Fans im Oberrang ihren Sitzplatz.

Das erste Spiel des Tages zwischen Korea und Russland sollte schon die ersten Eindrücke auf die zu erwartende Stimmung in der Halle bringen. Bereits kurz nach Anpfiff waren die Sympathien für die koreanische Mannschaft deutlich zu hören. Das Korea aus den beiden verfeindeten Ländern Süd- und Nordkorea unter einer neutralen Fahne antritt, als gemeinsame „Nationalhymne“ ein altes koreanisches Volkslied sang, zeigte Wirkung und verdeutlichte selbst bei den jüngsten Teilnehmer einmal mehr, was Sport in der Welt bewegen kann und das Spielergebnisse gar nicht mehr so wichtig erscheinen. Mit dem Schlusspfiff des ersten Spiels, kam auch schon die erste Gänsehautstimmung auf. Die deutschen WM Helden betraten den Platz zum Aufwärmen und wurden von der bereits vollbesetzten Halle lautstark begrüßt. Nachdem die gesamte Arena lautstark die Nationalhymne sang, begann der
Countdown. Jetzt gab es kein Halten mehr, die Mannschaft brannte ein Feuerwerk auf der Platte ab, gaben den Gästen aus Brasilien nicht den Hauch einer Chance und die Halle bebte. Unterhalten war nur noch mit anschreien möglich, die Pfiffe der Schiedsrichter konnte man nicht mehr hören. 60 Minuten Vollgas, auf den Rängen, am Parkett, auf der Bank, selbst auf den VIP-Plätzen hielt es keinen mehr auf den Sitzen.„So was hat man lange nicht gesehen“, sangen die Deutschlandfans bereits Minuten vor Ende des Spiels und der Jubel nach Schlusspfiff kannte keine Grenzen. Die Nähe der WM-Stars zu den Fans nutzen viele junge HC Spieler und ließen sich ihre Trikots, Pullover oder Schals mit Autogrammen verzieren.

Beeindruckend zu sehen wieviel Zeit und Geduld die deutschen Spieler hatten und über eine Stunde nach Spielschluss noch immer wünsche nach Unterschriften und Selfies erfüllten. Das dritte Spiels des Tages zwischen den amtierenden Weltmeister Frankreich und Serbien wurde eigentlich als Spitzenspiel des Tages gehandelt, blieb aber handballerisch hinter den Erwartungen, was aber den Gesamteindruck des Tages keinen Abbruch mehr tat.

Müde, erschöpft aber gut gelaunt und von den Erlebten berauscht ging es dann spät abends zurück zum Hostel. Nach einem mehr oder weniger kurzen „Absacker“, mussten dann die Weidner Handballer den langen Tag doch Tribut zollen und so wurde es schnell ruhig im Berliner Osten.

Tags darauf wartete auf die Weidener noch eine Stadtrundfahrt und viele Geschichten rund um Berlin, die der Berliner Stadtführer gekonnt in „Berliner Schnauze“ wiedergab. Nach einer Mittagspause am „Alex“ traten die Weidener Handballer die Rückreise nach Bayern an. Die meisten WM-Fahrer träumen nach diesem Wochenende schon jetzt von der EM in Österreich, die 2020 ansteht.