Come back stronger, Richie!

Die Herren des HC Weiden müssen nach einer bisher insgesamt sehr positiven Saison einen ersten herben Dämpfer hinnehmen. Mit Linksaußen Richard Konrad verletzte sich einer der Führungsspieler und Leistungsträger der Ersten Herren am Knie. Für den Torgarant (Top 15 der Liga) bedeutet das wohl das Saisonaus.
„Wir wünschen uns natürlich eine möglichst schnelle Genesung für Richard. Wichtig ist aber, dass er sich vollständig erholt und sein Knie nicht wieder zu früh belastet. Aus sportlicher, aber auch menschlicher Sicht ist das für den HC Weiden eine denkbar schlechte Nachricht. Richard geht nicht nur handballerisch vorne weg“, so HC-Coach Florian Breinbauer.
Stefano Flierl, der Kapitän des HCW, ergänzte im Namen der Mannschaft: „Wir alle wünschen Richard eine reibungslose Gesundung und hoffen, dass er bald zurückkommen kann!“

Spielbericht Herren: HC Weiden löst Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten

Am Ende wurde es das erwartet unangenehme Spiel für die Erste des HC Weiden. Den 27:31 – Auswärtserfolg macht man wesentlich spannender und knapper als nötig. Eher erleichtert als zufrieden kommentierte HC-Trainer Florian Breinbauer den Pflichtsieg: „Die RT hat das gewohnt clever und gelassen gespielt. Natürlich sind wir viel jünger und schneller, aber sie konnten ihre Stärken besser nutzen als wir unsere.“

Hauptsächlich lag das daran, dass die sehr dünn besetzte Weidener Truppe aufgrund des Personalmangels (nur acht etatmäßige Feldspieler standen zur Verfügung) nicht das gewohnte Tempospiel aufziehen konnte und sich immer wieder selbst bremsen musste, was den altgedienten Spielern der Domstädter natürlich entgegen kam. „In Vollbesetzung kann jeder 40 Minuten Vollgas geben und dann auf der Bank durchschnaufen. Heute hätte man dann in der Abwehr durchschnaufen müssen, was natürlich umgehend bestraft worden wäre. Das Spiel bewusst langsam machen, um dann nicht irgendwann einzubrechen, war eine bewusste Entscheidung“, erklärte Breinbauer nach dem Spiel.

Die stets äußerst fair geführte Partie war insgesamt sehr arm an sportlichen Highlights. Der HC lag von Anfang an in Front, konnte sich aber nie entscheidend absetzen. Kurz vor Schluss kamen die Hausherren – bedingt durch unnötige Zeitstrafen – zwar noch einmal auf ein Tor heran, nehmen ließen sich die HC-Herren die zwei Punkte aber nicht mehr und man zog vorentscheidend auf vier Tore davon.

„Wir haben die zwei Punkte und wollen das Spiel jetzt schnell abhaken und uns auf die kommende Aufgabe konzentrieren“, meinte Spielmacher Fabian Szameitat nach seinem überzeugenden Auftritt vor allem in Hinblick auf das nächste Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Oberviechtach, wollte aber dennoch das beeindruckende Debüt von Linksaußen Nils Keller nicht unkommentiert lassen: „Nils hatte natürlich einen Einstand nach Maß. Uns freut, dass er so schnell ein entscheidender Faktor für uns ist.“

Dem wendigen 27-Jährigen gelangen in seinem ersten Spiel für den HC sechs Feldtore – die meisten des Spiels.

„Mir hat mein Debüt heute sehr viel Spaß gemacht. Natürlich freut mich, dass ich dem Team mit meiner Leistung helfen konnte. Entscheidend sind für mich aber Punkte, die wir heute auch holen konnte. Das zählt“, resümierte Matchwinner Keller.

Für den HC Weiden spielten: Dirnberger, Lamm – Hafner (10/9), Keller (6), Deml (5), Flierl (4), Löw (3), Szameitat (3), Breinbauer, Schnabl, Zahn

Vorbericht: Herren I zu Gast beim Schlusslicht

Zur ungewohnten Anwurfzeit von 14:00 müssen die Herren des HC Weiden bei der TS in Regensburg antreten. Das Tabellenschlusslicht aus der Domstadt ist dabei als Gegner schwer einzuschätzen. Aus einem großen Spielerpool bedient sich das Team immer mit anderen Spielern. Der Großteil der Mannschaft sind ehemalige, meist höherklassig spielende Spieler, die ihre Handball-Karriere bei der „Regensburger Turnerschaft“ ausklingen lassen.
„Die RT ist immer eine Wundertüte. Man weißt nie, wer auflaufen wird. Von Schützenfest bis harter Kampf über 60 Minuten ist da am Samstag alles möglich. Dementsprechend müssen wir alles abrufen. Auch gegen den Tabellenletzten“, warnte HC-Trainer Florian Breinbauer.

Die Vorzeichen stehen dabei nach dem kräfteraubenden Derby gegen Nabburg/Schwarzenfeld eher gut. „Die Mannschaft brennt nach der letzten Niederlage auf einen Sieg, damit wir weiterhin punktgleich mit Oberviechtach auf dem dritten Platz stehen können. Ich gehe von einer couragierten Leistung aus, um uns wieder zu rehabilitieren“, schätzte Kapitän Steffi Flierl die Ausgangslage ein.

Verzichten muss der HCW bei der vermeintlichen Pflichtaufgabe allerdings auf die zwei Stammspieler Richard Konrad und Christoph Harrieder. Ebenso fehlen wird Lucas Vierling, dessen Rückkehr zum HC Weiden ursprünglich für Samstag angedacht war, jetzt aber aufgrund einer Handverletzung bis auf nächste verschoben werden muss.
Erfreulich ist dagegen, dass Nils Keller sein Debüt im HC-Trikot feiern wird und durch die Verletzungspause von Positionskonkurrent Konrad auch gleich voll gefordert ist.

„Wir freuen uns auf das Spiel, wollen und werden zeigen, was wir können und dann mit zwei Punkten nach Weiden heimkehren“, resümierte Breinbauer.

Vorbericht: HC Weiden Damen zu Gast beim HV Oberviechtach

Nach zwei Heimspielen in Folge, treten die Damen des HC Weiden am Samstag um 1600 Uhr beim HV Oberviechtach an. Das Hinspiel konnten die Weidnerinnen für sich gestalten und beide Punkte einfahren.

Die Gastgeber vom HV Oberviechtach stehen derzeit auf Platz 7 zwei Plätze vor den HC Damen und haben 2 Punkte mehr auf der Habenseite als die Weidnerinnen. Die junge Mannschaft von Trainer Martin Streit spielte bisher, ähnlich wie die Gäste, eine durchwachsene Saison mit vielen Höhen und Tiefen und sind ebenfalls auf jeden Punkt und gerade gegen Mannschaften aus dem hinteren Tabellendrittel angewiesen. Es wird also wieder eine heiß umkämpfte Partie in der Eisenbarth-Stadt geben.

Kein leichtes Unterfangen also für die HC Mädels, die versuchen die letzten Spiele aus den Köpfen zu bekommen, um wieder befreit aufspielen zu können und so werden die Weidnerinnen wieder alles versuchen wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.

„Wir wissen was uns gegen den HV erwartet und haben uns Mittel dafür erarbeitet. Gerade in der Abwehr müssen wir wieder besser stehen und konsequenter arbeiten. Wenn wir die nötige Laufbereitschaft, Willen und Leidenschaft auf die Platte bringen, werden wir auch mit Punkte am Ende belohnt werden.“ Äußerte sich Abwehrchefin Julia Hanauer vor dem Spiel.

Die Max-Reger-Städterinnen wollen also wieder aus einer soliden Abwehrarbeit ins Spiel finden, um dann ihr flexibles Angriffsspiel aufziehen zu können.

Die Personaldecke im Weidner Lager bessert sich langsam wieder. Jasmin Häring ist nach ihrer langen Verletzung zurück und die vielen angeschlagenen Spielerinnen arbeiten sich stetig an ihre alte Form heran. Die Vorzeichen für die Weidnerinnen könnten also schlechter stehen und so sind die Verantwortlichen der Gäste positiv gestimmt, etwas Zählbares aus Oberviechtach mitzunehmen.

Die Frauen des HC Weiden hoffen das wieder viele handballbegeisterte Zuschauer den Weg ins Oberviechtacher Gymnasium finden werden und die Stimmung in der Halle wieder Heimspielatmosphäre aufkommen lässt.

Für den HC werden zum Einsatz kommen:
Anna-Lena Beer, Stefanie Bräunlein, Jasmin Häring, Aileen Häuber, Maria Schlosser, Tamara Hauer, Luisa Ruhland, Nadine Roith, Sarah Eichinger, Elena Baunoch, Julia Hanauer, Jenny Hermann, Lisanne Röhr und Vanessa Szameitat.

Spielbericht: Herren I des HC Weiden verpassen Überraschungssieg

Nach intensiven 60 Minuten entkam der Tabellenführer aus Nabburg/Schwarzenfeld mit einem blauen Auge, aber auch verdienten zwei Punkten aus der Weidener Mehrzweckhalle.
Mit einem 22:25 – Auswärtserfolg wahrten sie ihre weiße Weste, während der HCW auf den vierten Tabellenplatz abrutscht.
Spieler des Spiels war dabei zweifelsfrei HSG-Torwart Florian Sturm, der alleine 20 (!) Freistehende parieren konnte. Dementsprechend bedient war HC-Trainer Florian Breinbauer nach dem Spiel: „Heute hat vieles gepasst, nur der Abschluss nicht. Treffen wir auch nur die Hälfte unserer völlig freien Chancen, gewinnen wir gegen den Spitzenreiter deutlich und bleiben in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. So steht man jetzt mit leeren Händen da.“

Bereits in den Anfangsminuten deutete sich ein frustrierender Handball-Abend für die zahlreichen HC-Fans an. Früh lag man mit 2:7 im Rückstand, weil man im Angriff klarste Chancen teilweise fahrlässig vergab. Weil aber auch Nabburg/Schwarzenfeld keinen großen Druck auf die HC-Abwehr aufbauen konnte, bzw. diese unter Regie von Abwehrchef Sebastian Löw hervorragend stand, ging man letzlich mit einem mageren 7:11 in die Halbzeitpause.

Die Ansage in der Halbzeitansprache war offensichtlich. „Wir haben uns vorgenommen, weiter zu arbeiten, den Kopf oben zu halten und vor dem Tor einfach cleverer abzuschließen“, so Kapitän Stefano Flierl. Zur eigenen Überraschung gelang das zu Beginn der zweiten Halbzeit erstaunlich gut, man überrannte die Gäste in den Anfangsminuten regelrecht und glich bereits nach knapp drei Minuten aus (11:11).Gerade als die komplette Halle auf dem Kopf stand und jeder das Gefühl hatte, dass der HC-Express nun endlich ins Rollen kommen würde, verschenkte man mehrere Bälle durch mehr als naive Aktionen, was Nabburg/Schwarzenfeld wieder in Front und HC-Coach Breinbauer zur Verzweiflung brachte: „Wir standen gut und aggressiv in der Abwehr, spielen vorne reihenweise klare Chancen heraus und versagen dann kläglichst vor dem Tor. Unbegreiflich!“
Zugute halten wollte er seinem Team allerdings, dass sie nie aufgaben. Sogar ein zweites mal schaffte man den Ausgleich (21:21 – 53.), nur im dann wieder in alte Muster zu verfallen, wodurch die HSG zum 22:25 – Endstand davon ziehen konnte.

„Wir haben den vielen Fans einen spannenden Handball-Abend geboten. Leider konnten wir sie und uns selber aber nicht mit zwei Punkten belohnen. Jeder einzelne sollte sich in den nächsten Tagen mal selbst hinterfragen und darüber nachdenken, ob die jeweilige Wurfauswahl denn mannschaftsdienlich war und wie man vor dem Tor vielleicht effektiver abschneiden könnte. Kriegt man diese zwei Sachen in den Griff, hat es jedes Team verdammt schwer in der Weidener Mehrzweckhalle!“, resümierte HC-Vorstand Rainer Löw.

Für den HC Weiden spielten: Dirnberger, Hahn – Flierl (5), Deml (4), Konrad (3), Harrieder (3/1), Hafner (3/2), Löw (2), Schnabl (1), Zahn (1), Bölle, Lang, Marterer, Szameitat