HC Weiden Damen siegen zu ungewöhnlicher Zeit gegen noch ungeschlagenen Tabellenführer

Am Donnerstag um 20.30 Uhr mussten die Weidner Handballerinnen bereits zum nächsten Spitzenspiel antreten. Zu Gast war mit dem HC Sulzbach-Rosenberg der Ligaprimus in der Mehrzweckhalle in Weiden. Nur mit einem Minuspunkt ausgestattet hatten die Gäste in dieser Saison noch kein Spiel verloren und wollten dies auch so beibehalten.

Die Max-Reger-Städterinnen, die am Wochenende gegen die SG Mintraching / Neutraubling zwei Punkte unnötig herschenkten, waren bis in die Haarspitzen motiviert und wollten unbedingt sich und den vielen Zuschauern beweisen, dass es für jeden Gegner schwer ist aus Weiden Punkte mitzunehmen. Für die erkrankte Jasmin Häring rutschte wieder Elena Baunoch in den Kader, ansonsten unverändert war für die Mannschaft Wiedergutmachung angesagt.

„Wir waren am Wochenende nicht locker genug und konnten so unsere Chancen nicht nutzen. Dies wollten wir heute ändern. Mit mehr Spielfreude, einer etwas defensiveren Abwehrreihe und einem guten Plan für den Angriff konnte die Mannschaft alle Vorgaben erfüllen.“ So Trainer Thomas Eichinger nach dem Spiel.

Allerdings starteten die Damen des HC Weiden mit Ladehemmungen und so dauerte es bis zur 5. Spielminute und Angriff Nummer 4 ehe es Aileen Häuber gelang, zum 1:1 auszugleichen. Damit war der Knoten wohl geplatzt und die Gastgeber konnten mit schnellen Toren von Jennifer Hermann und Sarah Eichinger bis zur 12. Spielminute einen 5-Tore-Vorsprung herausarbeiten. Sehr überzeugend konnte in dieser Phase Julia Hanauer als Abwehrchefin ihre Reihen hinten führen und zusammenhalten. Was dann doch noch durchkam konnte von der gut aufgelegten Torfrau Stefanie Bräunlein entschärft werden. Vorne gelang es konsequent abzuschließen und hinten stark zu verteidigen, so baute die Heimmannschaft ihren Vorsprung bis zum Pausenpfiff auf 13:5 Tore aus.

In der Pausenansprache gab es nicht wirklich viel zu kritisieren und so mahnte Nina Rittner, die eine sehr gute Partie spielte, zur Motivation, noch einmal konzentriert die zweite Hälfte anzugehen.

Die Gäste kamen nach Wiederanpfiff zwar besser aus der Kabine, jedoch konnte der Abstand nie unter sieben Tore verkürzt werden. Es dauerte ein paar Minuten, bis die Weidenerinnen wieder im Tritt waren, jedoch konnte in dieser Phase Maria Schlosser ihre ganze Routine ausspielen und gekonnt die Bälle im gegnerischen Netz unterbringen. Mitte der zweiten Hälfte nahmen die HC Damen etwas das Tempo aus dem Spiel und alle Spielerinnen wurden mit Einsatzzeiten ausgestattet. Von einem 21:14 nach 45 Spielminuten über eine 10-Tore-Differenz von 26:16 nach 55 Spielminuten, brachten die Gastgeberinnen das Spiel beeindruckend und auch in dieser Höhe völlig verdient mit 29:18 Toren nach Hause.

Nach einem spielfreien Wochenende treffen die Damen des HC Weiden am Samstag, 09.02.19, um 17.00 Uhr im nächsten Heimspiel auf die SG Regensburg.

Für den HC Weiden spielten:
Tor Anna-Lena Beer, Stefanie Bräunlein,
Julia Hanauer, Nina Rittner (5), Lisanne Röhr, Laura Venzl (1), Luisa Ruhland, Sarah Eichinger (1), Jennifer Hermann (5), Aileen Häuber (5), Elena Baunoch , Nadine Roith , Maria Schlosser (12).

HC-Weiden Damen mit unnötiger Niederlage gegen Tabellenführer

Am Samstag spielten die Damen des HC Weiden gegen den Tabellenführer SG Mintraching / Neutraubling. Am Ende standen die Weidnerinnen völlig unnötig ohne Punkte da.

Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start, stellten einen sehr guten, flexiblen Abwehrverbund und führten in der 5. Spielminute mit 3:1 Toren. Die erste Hälfte gehörte den Max-Reger-Städterinnen und so führten die Weidner Handballerinnen bis zum Pausenpfiff ständig mit 2 oder 3 Toren.

„In dieser Phase haben wir es verpasst uns deutlich und entscheidend abzusetzen. Wir gingen zu Fahrlässig mit unseren gut herausgespielten Torchancen um und hatten dann auch noch viel Pech. Allein in der ersten Hälfte hatten wir 6 Pfosten und Lattentreffer zu verzeichnen.“ So Trainer Thomas Eichinger nach dem Spiel.

Führten der HC noch zum Pausenpfiff noch mit 13:11 Toren, drehten die Gäste binnen 6. Minuten das Spiel und gingen ihrerseits mit 15:18 Toren in Führung. Die Weidnerinnen verloren daraufhin den Faden und selbst den erfahrenen Spielerinnen produzierten auf einmal individuelle Fehler. Torfrau Steffanie Bräunlein und den noch Jugendspielberechtigten Lisanne Röhr die mit 4 und Aillien Häuber sogar mit 11 Treffern aufwarten konnten, verhinderten einen noch größeren Toreabstand. In der 52. Spielminute konnten die HC Damen nochmal auf ein Tor herankommen und verkürzten auf 21:22 Toren. 3 Tore in Folge für Mintraching / Neutraubling waren die Antwort. Mit einer offensiven Abwehr versuchten die Weidnerinnen nochmal alles und mussten sich dann letztendlich 25:28 Toren geschlagen geben.

Enttäuscht und Niedergeschlagen waren sich die Spielerinnen nach dem Spiel jedoch einig: „Wir hätten heute nie und nimmer verlieren müssen, es ist nun schon das zweite Spiel gegen Mintraching / Neutraubling in dem wir uns selbst schlagen.“

Viel Zeit zum Aufarbeiten bleibt den Weidner Handballerinnen jedoch nicht. Bereits am Donnerstag um 20.30 Uhr erwarten die HC Frauen die noch ohne Niederlage ausgestatten Damen des HC Sulzbach/Rosenberg zum zweiten Spitzenspiel in der Mehrzweckhalle binnen 5 Tagen.

Für den HC Weiden spielten:
Tor Stefanie Bräunlein, Anna-Lena Beer,
Julia Hanauer (1), Nina Rittner (1), Jacqueline Konrad, Sarah Eichinger (1), Jennifer Hermann (2), Aileen Häuber (11), Jasmin Häring, Nadine Roith, Maria Schlosser (6), Luisa Ruhland, Laura Venzl, Lisanne Röhr(4).

Damen des HC Weiden empfangen zum Spitzenspiel den Tabellenführer.

Am Samstag um 17.00 Uhr empfangen die Damen des HC Weiden den Tabellenersten der Bezirksliga Ost in der Mehrzweckhalle.

Die Weidnerinnen haben gegen die Bayernligareserve des SG Mintraching / Neutraubling II noch etwas gut zu machen. Verloren die HC Damen doch ihr einziges Spiel in der Vorrunde unglücklich und unnötig gegen die Regensburger Vorstädter.

Die Gäste stehen mit nur einem Zähler mehr als der HC auf Platz eins und mussten in der Hinrunde auch nur eine Niederliga einstecken. Da die Aufstellung der 2. Mannschaft der Bayernligareserve immer unberechenbar ist, gilt es abzuwarten wieviel Unterstützung aus der „Ersten“ mit nach Weiden reisen wird.

Für die Damen des HC Weiden geht es nach 6 Wochen Weihnachts- und WM-Pause endlich wieder um Punkte. Die Pause konnte allerdings nicht optimal für den Trainingsbetrieb genutzt werden. Leider konnte man aufgrund der Hallenproblematik in Weiden 3 Wochen kein Hallentraining abhalten und so mussten sich die Max-Reger-Städterinnen mit Konditionseinheiten fit halten. Mit 2 Testspielen in den letzten beiden Wochen versuchten die Weidner Verantwortlichen wieder den Spielrhythmus herzustellen. Die Ergebnisse und die Art und Weise wie die Spiele angegangen wurden, zeigten schon wieder in die richtige Richtung.

„Wir bekommen immer mehr Ziele aus den Trainingseinheiten in den Spielen umgesetzt. Die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend, die Motivation und Einstellung ist sehr hoch. Wie stark sich der Gegner am Wochenende präsentieren kann gilt abzuwarten. Wir sind Vorbereitet und freuen uns auf die zweite Saisonhälfte.“ So Trainer Thomas Eichinger vor dem Spiel

Natürlich hoffen die Mädels vom HC das viele Weidner Anhänger den Weg in die Mehrzweckhalle finden und die „Blauen“ wieder lautstark anfeuern.

Für die Damen des HC Weiden spielen:

Im Tor: Stefanie Bräunlein, Anna-Lena Beer
Nina Rittner, Jasmin Häring, Aileen Häuber, Maria Schlosser, Luisa Ruhland, Nadine Roith, Sarah Eichinger, Elena Baunoch, Jacqueline Konrad, Julia Hanauer, Lisanne Röhr, Laura Venzl, Jennifer Hermann

HC Weiden on Tour bei der Handball WM

Ausverkaufte Mercedes-Benz Arena in Berlin, eine Stimmung wie im Hexenkessel und mittendrinn viele Weidner Handballfans. Am Samstag früh um 06.00 Uhr startete die Mission Handball WM für 63 Handballer vom HC Weiden. Voller Vorfreude und bestens gelaunt bahnte sich der vollbesetzte Bus seinen Weg in die Landeshauptstadt.

Bestens vorbereitet und organisiert von HC Jugendleiterin Ramona Venzl und der Vorsitzenden des Jugendfördervereins Jacqueline Roy wurde das Wochenende zu einem Spitzenevent, mit super Handballspielen und abgerundet mit interessanten Rahmenprogramm. Nach dem die Max-Reger-Städter pünktlich ihr Hostel am Ostbahnhof erreicht hatten, wurden nur noch eilig die Zimmer bezogen, die Fanutensilien angelegt, Deutschlandfahnen ins Gesicht gezaubert und schon ging es los zur Merzedes-Benz Arena. Bereits der Anblick von außen war beeindruckend, doch das wahre Ausmaß der 14500 Zuschauer fassenden Arena sollte erst mit Betreten des Innenraums sichtbar werden. In schon fast schwindelerregenden Höhen fanden die meisten HC-Fans im Oberrang ihren Sitzplatz.

Das erste Spiel des Tages zwischen Korea und Russland sollte schon die ersten Eindrücke auf die zu erwartende Stimmung in der Halle bringen. Bereits kurz nach Anpfiff waren die Sympathien für die koreanische Mannschaft deutlich zu hören. Das Korea aus den beiden verfeindeten Ländern Süd- und Nordkorea unter einer neutralen Fahne antritt, als gemeinsame „Nationalhymne“ ein altes koreanisches Volkslied sang, zeigte Wirkung und verdeutlichte selbst bei den jüngsten Teilnehmer einmal mehr, was Sport in der Welt bewegen kann und das Spielergebnisse gar nicht mehr so wichtig erscheinen. Mit dem Schlusspfiff des ersten Spiels, kam auch schon die erste Gänsehautstimmung auf. Die deutschen WM Helden betraten den Platz zum Aufwärmen und wurden von der bereits vollbesetzten Halle lautstark begrüßt. Nachdem die gesamte Arena lautstark die Nationalhymne sang, begann der
Countdown. Jetzt gab es kein Halten mehr, die Mannschaft brannte ein Feuerwerk auf der Platte ab, gaben den Gästen aus Brasilien nicht den Hauch einer Chance und die Halle bebte. Unterhalten war nur noch mit anschreien möglich, die Pfiffe der Schiedsrichter konnte man nicht mehr hören. 60 Minuten Vollgas, auf den Rängen, am Parkett, auf der Bank, selbst auf den VIP-Plätzen hielt es keinen mehr auf den Sitzen.„So was hat man lange nicht gesehen“, sangen die Deutschlandfans bereits Minuten vor Ende des Spiels und der Jubel nach Schlusspfiff kannte keine Grenzen. Die Nähe der WM-Stars zu den Fans nutzen viele junge HC Spieler und ließen sich ihre Trikots, Pullover oder Schals mit Autogrammen verzieren.

Beeindruckend zu sehen wieviel Zeit und Geduld die deutschen Spieler hatten und über eine Stunde nach Spielschluss noch immer wünsche nach Unterschriften und Selfies erfüllten. Das dritte Spiels des Tages zwischen den amtierenden Weltmeister Frankreich und Serbien wurde eigentlich als Spitzenspiel des Tages gehandelt, blieb aber handballerisch hinter den Erwartungen, was aber den Gesamteindruck des Tages keinen Abbruch mehr tat.

Müde, erschöpft aber gut gelaunt und von den Erlebten berauscht ging es dann spät abends zurück zum Hostel. Nach einem mehr oder weniger kurzen „Absacker“, mussten dann die Weidner Handballer den langen Tag doch Tribut zollen und so wurde es schnell ruhig im Berliner Osten.

Tags darauf wartete auf die Weidener noch eine Stadtrundfahrt und viele Geschichten rund um Berlin, die der Berliner Stadtführer gekonnt in „Berliner Schnauze“ wiedergab. Nach einer Mittagspause am „Alex“ traten die Weidener Handballer die Rückreise nach Bayern an. Die meisten WM-Fahrer träumen nach diesem Wochenende schon jetzt von der EM in Österreich, die 2020 ansteht.