Damen des HC Weiden kommen gegen die HG Hemau/Beratzhausen mit einem blauen Auge davon

Im dritten Heimspiel der noch jungen Saison empfingen die Damen des HC Weiden als Tabellenführer die zweitplatzierte Mannschaft aus Hemau/Beratzhausen. Auch wenn Tabellensituationen am dritten Spieltag noch nichts aussagen, war bald früh zu erkennen, dass Hemau mithalten kann. Dementsprechend erleichtert und froh war man im HC-Lager, dass man am Ende mit 25:24 denkbar knapp, aber letztlich verdient gewonnen hatte.

„Die HG Hemau ist einer der vier BOL-Absteiger und dementsprechend immer Mitfavorit auf den Wiederaufstieg. Daher wundere ich mich auch nicht über ein knappes und ausgeglichenes Spiel – auch wenn wir es uns phasenweise selber schwierig bzw. dem Gegner sehr leicht gemacht haben“, bewertete HC-Trainer Niklas Deml den dritten Sieg im dritten Spiel.

Dabei kamen die Weidenerinnen vor allem über die Defensive gut ins Spiel. Aus einer aggressiven und agilen 3:2:1-Abwehr ermöglichte der HC kaum brauchbare Abschlüsse auf das Tor von Steffi Bräunlein und Anna-Lena Beer, sodass die HG Hemau/Beratzhausen zur Halbzeit nur acht Treffer erzielen konnte. Dass sich der HC dennoch nicht absetzen konnte, lag an einem für den HC ungewöhnlich gehemmten Offensivspiel. „Hätten wir uns in der ersten Halbzeit für unseren Aufwand in der Abwehr belohnt und im Angriff auch nur halbwegs unsere normale Leistung abrufen können, wären wir wahrscheinlich schon in der Halbzeit auf die Siegerstraße eingebogen“, so Deml. Weil eben das aber nicht gelang, wechselte man mit nur drei Toren Abstand die Seiten.

Diesen drei Tore Vorsprung hielt man dann bis kurz vor Ende der Partie bis der HC Fehler an Fehler reihte und die HG Hemau bis zum Ausgleichstreffer herankommen konnte. Im Nachhinein ist man froh, in dieser Phase das Spiel nicht verloren zu haben. „Wir haben das ganze Spiel über konstant geführt und brechen dann auf einmal komplett ein. Da hatten wir zehn Minuten drinnen, wo einfach gar nichts geklappt hat“, meinte Co-Trainerin Maria Schlosser.

Es lag dann vor allem an der kämpferischen Einstellung der Mannschaft, dass man am Ende die beiden Punkte in Weiden behalten konnte. In doppelter Unterzahl gewann der HC 30 Sekunden vor Ende den Ball und konnte so den finalen Ausgleichstreffer der HG Hemau/Beratzhausen verhindern.

Nach drei Siegen in drei Spielen steht der HC Weiden nach einem gelungenen Auftakt in die Saison erstmal ganz oben an der Tabelle der Bezirksliga Ost; auch, wenn jeder im HC-Lager weiß, dass nach drei Spieltagen nichts gewonnen ist, macht die Frühform der Mannschaft optimistisch für den weiteren Saisonverlauf. „Wir haben jetzt erstmal drei Wochen Spielpause und werden uns um unsere Baustellen kümmern. Bis dahin werden auch Jennifer Hermann und Svenja Tampe mit dabei sein und wieder mithelfen können, wenn wir dann wieder auswärts in Regensburg antreten müssen“, so Schlosser.

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Clara