Spielbericht: HC Weiden Damen kehren mit einem Punkt vom Derby zurück

Am Samstagabend kam es zum BOL Derby zwischen den Damen des HC Weiden und der HG Amberg. Die hart umkämpfte Partie, in der vollen Gregor-Mendel Halle in Amberg endete für die Max-Reger-Städterinnen äußerst unglücklich mit 27:27.

Aber der Reihe nach. Beide Mannschaften begannen die Begegnung übernervös und so dauerte es bis zur 5 Spielminute ehe die Weidnerinnen die Partie mit dem ersten Treffer eröffnete. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die HC Abwehr den Gegner jedoch viel zu viel Raum lies, so dass die Gastgeberinnen immer wieder ungehindert einwerfen konnten. So stand es Mitte der ersten Hälfte 5:6 für die Gäste aus Weiden. Die HC Damen versuchten sich immer wieder abzusetzen, führten auch die gesamte erste Halbzeit, jedoch gelang es den Vilsstädterinnen wieder und wieder den Anschluss herzustellen. Beim Stand von 14:14 Toren gingen die Mannschaften in die Kabinen.

In der Halbzeitansprache ging es hauptsächlich um die zu wackelige Abwehr der Weidner Handballdamen. Zu oft und zu einfach waren die Ambergerinnen zum Abschluss gekommen.

„Vor allem unsere jungen Spielerinnen haben sich von der super Stimmung in der Halle mächtig beeindrucken lassen. In der Halbzeit haben wir unter anderem Versucht auch diese Situation zu besprechen. Der Angriff lief ja eigentlich, wobei wir zu viele Gelegenheiten liegen gelassen haben. Die Abwehr war heute unser Schwachpunkt. Das wir am Ende jedoch wieder aufgrund der Tatsache das zum zweiten Mal hintereinander nur ein Schiedsrichter eingeteilt war, mit einer Fehlentscheidung nur einen Punkt holen konnten, ist mehr als bitter.“
Zeigte sich Trainer Thomas Eichinger am Ende der Partie enttäuscht.

Die zweite Hälfte ähnelte der Ersten. Die Führung des Spiels wechselte munter hin und her. Keine der Mannschaften konnte sich auch nur ansatzweise absetzen. So erhielt die Partie ihren Höhepunkt tatsächlich in der Schlussphase. Amberg führte in der 56 Minute mit 26:25 Toren, als die Weidnerinnen mit Maria Schlosser mit einem Doppelschlag in der 59 Minute in Führung gingen. Den nächsten Amberger Angriff konnte Weidens Torfrau Anna-Lena Beer parieren und so hatten die Gäste 35 Sekunden vor Schluss und einer Eintoreführung den Ball. Kreisläuferin Julia Hanauer setzte sich gekonnt ab und konnte nur mit einem Foulspiel, welches auch zu einer Verletzung führte, gestoppt werden. Jedoch blieb zum Unverständnis der meisten Spieler und Zuschauer der Pfiff aus. Amberg nutzte die Verwirrung und konnte mit einem schnellen Gegenstoß den Ausgleichstreffer zum 27:27 erzielen.

So blieb am Ende für die Weidnerinnen nur die Frage Auswärts einen Punkt gewonnen oder Punkt verloren. Die Enttäuschung im Weidner Lager überwog jedoch. Hatten die Max-Reger-Städterinnen zwar nicht ihr bestes Spiel geliefert und waren die individuellen Fehler ungewöhnlich hoch, war das Endergebnis jedoch wieder mal fremdbestimmt.

Nun geht es in die 3-wöchige Weihnachtspause, in der die Weidnerinnen aufgrund der Hallenproblematik in Weiden leider keine Trainingsmöglichkeiten haben. Für alle Handballfans geht es dann am 11.01.2020 in der Weidner Max-Reger-Halle weiter. Dort werden dann zum letzten Hinrundenspiel der Saison die Damen vom TV Altdorf zu Gast sein.

Für den HC Weiden spielten:
Tor Anna-Lena Beer, Stefanie Bräunlein
Julia Hanauer (3), Nina Rittner (4), Sarah Eichinger, Jennifer Hermann (6), Aileen Häuber (5), Maria Schlosser (4), Elena Baunoch, Lena Arnold, Vanessa Szameitat, Tamara Hauer (5), Luisa Ruhland, Lisanne Röhr

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Richy