Spielbericht: HC-Damen unter Wert geschlagen

Die Damenmannschaft des HC Weiden verlor am Samstag ihr Auswärtsspiel bei der TV Erlangen/Bruck mit 34:24. Mangelnde Chancenverwertung gepaart mit viel Pech im Abschluss sowie unglückliche und fragliche Schiedsrichterentscheidungen sorgten dafür, dass die Partie bereits in der ersten Hälfte (19:9) entschieden wurde.

Auch die deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte änderte nichts mehr daran. Doch der Reihe nach: Bis zur elften Spielminute lief für die Weidnerinnen alles nach Plan. Der Spielstand lautete 4:4, die Abwehr stand und im Angriff wurde konsequent abgeschlossen. Dann folgten zehn Minuten, in denen die Gäste mit mehr als unglücklichen Pfiffen des Unparteiischen bedient wurden. Die Folge: Der TV Erlangen/Bruck setzte sich binnen Minuten auf vier Tore ab.

Torfrau Anna-Lena Beer verhindert Schlimmeres

Die Auszeit der Max-Reger-Städterinnen brachte nicht die erwünschte Ruhe zurück – im Gegenteil. Trainer Thomas Eichinger erhielt eine unverständliche Zwei-Minutenstrafe während er versuchte, seiner Mannschaft neue Impulse zu geben.

Die anschließende Überzahl nutzten die Fränkinnen konsequent, sie bauten den Vorsprung auf sieben Tore aus. Die Moral der Weidnerinnen war gebrochen. Danach verhinderte vor allem die sehr gut parierende Torfrau des HC, Anna-Lena Beer, Schlimmeres. Beim Stand von 19:9 Toren ging es für die Mannschaften in die Kabinen.

„In der ersten Hälfte hatten wir allein sieben Latten- und Pfostentreffer und konnten die Sieben-Meter nicht verwandeln – das Spiel war entschieden.“, äußerte sich Thomas Eichinger nach dem Spiel. Er fasste zusammen: „Wir wollten zumindest noch eine gute zweite Halbzeit spielen, das gelang uns. Die Tordifferenz spiegelt in keinster Weise den tatsächlichen Spielverlauf wieder und fällt viel zu deutlich aus. Mir ist es aber auch egal, ob wir mit einem oder mit 15 Toren verlieren. Das Ergebnis können wir einordnen.“

Guter Start in die zweite Hälfte

Der Start in die zweite Hälfte verlief so, wie es sich die Weidnerinnen für das gesamte Spiel gewünscht hätten. Bis zur 40 Spielminute konnte die HC-Abwehr gerade einmal überwunden werden. Zudem wurde im Angriff hochprozentig abgeschlossen. Der Abstand schmolz dahin und Erlangen nahm eine frühe Auszeit. Allerdings sorgte diese nicht dafür, dass die Fränkinnen wieder besser in Tritt kamen. Das besorgte Weiden selbst: Die nächste Zwei-Minuten-Strafe für Weiden, traf wie aus dem Nichts den Nerv der Handball-Damen.

Eichinger erneut verletzt

Die Nordoberpfälzerinnen kämpften tapfer weiter und wollten sich für die nächste Aufgabe das nötige Selbstvertrauen holen. Passend zum gesamten Spiel verletzte sich am Ende Sarah Eichinger wieder am Sprunggelenk und fällt somit vermutlich mehrere Wochen aus.

Die Weidnerinnen verloren zwar mit 34:24, spielten die zweite Hälfte aber unentschieden. So reichte es wieder nicht für etwas Zählbares gegen eine gute Bezirksoberliga-Mannschaft. Immerhin: Die letzten 30 Minuten zeigten die Weidener Handballmädels, was wirklich in ihnen steckt.Für den HC Weiden spielten: Beer, Bräunlein, Hanauer (1), Rittner (2), Eichinger, Hermann (7), Häuber (5), Roith (1), Schlosser (6), Szameitat (1), Hauer (1), Ruhland, Röhr.

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Richy