Glanzloser Sieg im Heimspiel gegen Hersbruck

Im Heimspiel gegen den HC Hersbruck erspielte sich die weibliche B-Jugend des HC Weiden am Samstag vormittag zwar einen deutlichen Sieg, standen sich in ihrem Spiel aber von Beginn an  permanent selbst im Weg und vergaben eine unglaubliche Fülle an Chancen gegen die klar unterlegenen Gegnerinnen aus dem Fränkischen. Das Trainerteam des HC Weiden zeigte sich trotz eines 19:11 Sieges mit dem Spiel ihrer Mannschaft in keiner Weise zufrieden.

Vor wenigen Wochen entschied der HC Weiden das Hinspiel in Hersbruck schon klar für sich, so dass diesmal mit einem Sieg zu rechnen war.  Das Umsetzen verschiedener taktischer Varianten stand daher viel mehr im Vordergrund als ein hoher Sieg. Die Mannschaft sollte sich mit verschiedenen im Training geübten Auftakthandlungen Lücken für den Rückraum und die Außenspieler erarbeiten sowie den Kreisspieler gezielt einsetzen und so ihre Tore erzielen. Kreatives variantenreiches Spiel war die Vorgabe des Trainerteams.

Doch gleich in den ersten Spielminuten zeigte sich, dass die Mädels des HC Weiden ihre Bälle nicht ins Tor von Hersbruck platzieren konnten. Sie warfen permanent gegen die Pfosten oder trafen die Hersbrucker Torfrau und bauten sie dadurch auf. Die Torausbeute war alles andere als zufrieden stellend. Die Weidnerinnen nutzten zwar ihre erspielten Lücken, schafften es aber ein ums andere Mal nicht, den Ball im gegenerischen Tor unterzubringen. Das Unvermögen des HC Weiden war kaum zu glauben und spiegelte sich schließlich deutlich in der Halbzeit im Spielstand von 8:4 für die Weidnerinnen wieder.

Die Trainer sprachen in der Pause klare und deutliche Worte, damit die Mädels wenigstens in der zweiten Spielhälfte ihre Qualitäten aufbieten können. Das zeigte offenbar Wirkung. Die Mädchen des HC Weiden traten nun viel aggressiver in der Abwehr auf und bewegten sich  agiler und effektiver im Angriff. Auch ließen sie kurzzeitig immer wieder schöne Spielabläufe aufblitzen. Innerhalb von neun Minuten gelangen ihnen sieben Tore bei drei Gegentreffern. Leider schlich sich danach wieder die alte Spielweise der ersten Spielhälfte ein. Klare Torchancen wurden nicht verwandelt und  Auftakthandlungen schlampig oder gar nicht ausgeführt. Trotz allem reichte diese Spielweise, um die Mädchen aus Hersbruck am Ende mit 19:11 zu besiegen. Insgesamt vergaben die Weidnerinnen in beiden Spielhälften 26 klare Torchancen und zeigten über weite Strecken nicht, was tatsächlich in ihnen steckt. Schade.

Für das Trainergespann war es ein enttäuschender Sieg, die gesteckten Ziele für dieses Spiel waren bei weitem nicht erreicht. Einzelne Spielerinnen ließen zwar ihr technisches Können punktuell aufblitzen, insgesamt spielte das Team aber ihr Potential in keinster Weise aus. Hieran werden die Trainer arbeiten müssen.

Es spielten: Emmy Kraus (TW), Elisabeth Wirth (TW), Julia Obwandner (2), Gerda Ne’meth (1), Julia Wiesner (6), Hannah Härtl (1), Lena Arnold (2), Paula Grillmayer (4), Jennifer Hu (1), Olivia Bock (2) und Sophia Rebin.

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Armin