Spielbericht: Zwei Niederlagen im Gepäck

Die Reise zur HSG Nabburg/Schwarzenfeld hätten sich die Mannschaften des HC Weiden sparen können. Sowohl die BOL-Damen als auch die Bezirksliga-Herren kassieren Niederlagen.

Die Weidenerinnen mussten stark ersatzgeschwächt antreten. Ohne eine Wechselspielerin im Rückraum sowie mit nur einer Torhüterin war bereits im Vorfeld klar, dass das Spiel beim Titelfavoriten kein Honigschlecken werden würde. „Wir hatten uns trotz der personellen Situation vorgenommen, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten. Dass wir nach drei Minuten mit 0:5 hinten lagen passte gar nicht ins Konzept“, lautete die Analyse von Trainer Thomas Eichinger. „Nach der Auszeit kamen wir aber sehr gut zurück, die zweite Halbzeit müssen wir einfach abhaken.“

Die Max-Reger-Städterinnen begannen mit zu viel Respekt. So wurde in den ersten drei Minuten kein Wurf aufs gegnerische Tor verzeichnet. Weiden drohte nach einem schnellen Fünf-Tore-Rückstand zu zerbrechen und der Gast zog mit einer Auszeit die Notbremse. Es folgte die beste Phase der HC-Damen, die nun mutiger und flexibler spielten. Der Gast verkürzte auf 10:8, um den Gegner bis zur Pause aber wieder auf 17:12 davonziehen lassen zu müssen. In der zweiten Halbzeit baute der Aufsteiger kräftemäßig ab und konnte nur noch bedingt mithalten. So setzte sich der Favorit konsequent über 23:15 (40.) und 31:16 (49.) zum Endstand von 36:18 ab.

Nachdem die HC-Damen am Wochenende spielfrei sind, empfangen sie am 13. Oktober zu Hause zum nächsten Derby den HV Oberviechtach. Bis dahin sollte sich die Personallage auch wieder deutlich entspannt haben.

Starker HSG-Torwart

Im zweiten Spiel des Abends kam es zum Duell der beiden Absteiger aus der Herren-BOL. Weiden spielt auf Augenhöhe mit dem Gegner, letztlich war aber Lukas Domaier der entscheidende Spieler. Der HSG-Torhüter glänzte mit sehenswerten Paraden und vereitelte auch die besten Torgelegenheiten des Handballclubs. Nach einem ausgeglichenem Beginn gelang dem HC im Angriff nicht mehr viel. Die Hausherren schlossen in dieser Phase konsequent ab und setzten sich auf fünf Tore ab. Bis zum Halbzeitpfiff konnten die Max-Reger-Städter den Abstand auf 12:8 verringern.

Weiden kam zur zweiten Hälfte entschlossener aufs Feld zurück. Binnen sechs Minuten gelang der Ausgleich. Nach einem 18:18-Zwischenstand ging der Gastgeber erneut mit drei Toren in Führung. Sechs Zeitstrafen und eine Rote Karte für die HSG zeigen, wie hart umkämpft das erste Saisonspiel war. Am Ende siegte die HSG aufgrund der herausragenden Torwartleistung verdient mit 28:24. „Wir wussten nicht genau, wo wir stehen, haben aber bei einem Top-Favoriten eine sehr gute Partie abgeliefert. Wir wurden nur von einem extrem starken HSG-Torwart in die Knie gezwungen“, sagte Trainer Jannis Prelle.

Für die Herren des HC Weiden geht es ebenfalls am 13. Oktober zu Hause gegen den TS Regensburg weiter.

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Richy