Spielbericht Herren: Eine bittere Niederlage

Eigentlich ist alles angerichtet für einen perfekten Handballtag. Die Nabburger Realschulturnhalle ist sehr gut besucht, die Stimmung ist super. Am Ende sind es die Weidener, die enttäuscht nach Hause fahren müssen.

Lange Zeit sah es für den HC Weiden ganz gut aus. Aber am Ende verloren die Max-Reger-Städter das Bezirksoberligaspiel gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld mit 25:28.

Beide Mannschaften hatten Lust auf dieses Spiel und zeigten dies bereits in der Anfangsphase. In der 2. Minute ging die HSG in Führung, aber der HC verteidigte gut und glich nicht nur aus, sondern legte nach und führte nach zehn Minuten mit 5:2. Nabburg agierte nun konsequenter im Abschluss, kämpfte sich heran und nach 22 Minuten lag der Gastgeber 9:7 vorne.

Was danach folgte, war wohl die spielentscheidende Szene. Nach einem Stürmerfoul der Weidener gab es eine Spielunterbrechung und die Rote Karte für den Top-Torschützen Stefano Flierl. Der Torraumschiedsrichter wollte eine Tätlichkeit gesehen haben, doch war er wohl der Einzige in der Halle, der dies so sah. Die Konzentration war für den HC danach schwierig und so wurden wieder die besten Gelegenheiten vergeben. Torwart Tobias Dirnberger machte einen guten Job und so war es ihm zu verdanken, dass die Weidener zur Halbzeit auf 12:13 herankamen.

Nach dem Wechsel wollten sich die Weidener nochmals sammeln und vor allem das gefährliche Kreisspiel der Nabburger unterbinden. Doch kamen die HCler nicht wirklich gut aus der Kabine und es folgte die schlechteste Phase des gesamten Spiels. Unnötige Ballverluste, individuelle Fehler, gepaart mit unnötigen Strafen, sorgten dafür, dass sich die Gastgeber über 19:16 in der 40. Minute auf 23:19 in der 51. Minute absetzen konnten. Die Max-Reger-Städter gaben aber nicht auf, kämpften leidenschaftlich und erzielten prompt drei Treffer in Folge. Jannis Prelle, der zweimal sehenswert von außen traf, und Spielertrainer Matthias Werner verkürzten in der 56. Minute auf 25:24 Tore.

Mehr war den Weidenern aber an diesem Abend nicht vergönnt. Nach einem fragwürdigen Treffer der Gastgeber, der mit deutlich zu vielen Schritten erzielt wurde, versuchte der HC mit einer offensiven Deckung und schnellen Ballgewinnen Tore zu erzielen. Es gelang aber nicht mehr, die Heimmannschaft unter Druck zu setzten. Nabburg/Schwarzenfeld siegte am Ende verdient mit 28:25.

Für die Weidener folgen nun zwei Endspiele um den Klassenerhalt. Nachdem man am Osterwochenende spielfrei ist, empfangen die Weidener am 7. April um 16 Uhr den HC Sulzbach-Rosenberg zum Abstiegsduell.

Mädels der B-Jugend werden verdient Meister

Mit dem letzten Spiel der Saison konnten die Weidener Handballerinnen einmal mehr beweisen, dass sie gegen einen starken Gegner wie den HSV Hochfranken mit Bravour bestehen können.

In dem Spiel am Samstag, 24.03.2018, starteten die Spielerinnen ab der ersten Sekunde voll durch, bereits in der ersten Minute fiel ein Tor für den HC Weiden. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang es der Heimmannschaft auch weiterhin das Tempo hoch und die Abwehr geschlossen zu halten, was in einem Halbzeitstand von 15:10 resultierte.

Auch die zweite Halbzeit begannen die Weidener Mädels mit enormem Siegeswillen, wodurch sie sich bis zur 31. Minute einen komfortablen Vorsprung von sechs Toren halten konnten. Jedoch war das Spiel noch nicht zu Ende und die beiden Mannschaften machten es noch richtig spannend. Durch eine umgestellte Abwehr der Gegner aus Hochfranken und der Manndeckung einer HC-Spielerin, Clara Richthammer, schafften es die Gegner aus Selb, bis zur 46. Minute bis auf ein Tor zum 21:20 aufzuschließen. Davon ließen sich die Max-Reger-Städterinnen allerdings nicht bremsen und beendeten das Spiel mit 24:22 Toren und landeten somit auf Platz eins der übergeordneten Bezirksliga Nord. Für Trainer Markus Kammerer war es bereits die sechste Meisterschaft mit unterschiedlichen Mannschaften.

Für die kommende Saison peilen die Spielerinnen, die geschlossen in die A-Jugend gehen, die Qualifikation in der Landesliga an.

Es spielten: Anna-Lena Beer (TW), Lisa Roy (TW), Alisia Goppert, Christine Greger, Magdalena Heger (2), Rebecca Reichl (3), Clara Richthammer (11/4), Lisanne Röhr (4), Sarah Schell, Vanessa Szameitat (1), Laura Venzl (3).

Solche Erfolge sind nur möglich, wenn eine Verein viele motivierte Spieler und Spielerinnen hat. Handball ist ein spannender, fordernder und körperlicher Sport und vor allem macht er jede Menge Spaß. Nachwuchs ist bei uns immer herzlich willkommen. Außerdem wird bei uns nicht nur im Ligabetrieb Handball gespielt, die Trainer und ehrenamtlichen Helfer im Verein organisieren für die Spielerinnen und Spieler Jugendwochenenden, Turniere bei anderen Vereinen. Zuletzt haben drei Jugendmannschaften an einem Freundschaftsturnier in Pilsen teilgenommen und ein weiteres Turnier für die männliche B- und weibliche A-Jugend in Berlin ist bereits in Planung.

Wenn du also auch solche Erfolge feiern und tolle Momente erleben möchtest, komm zum HC Weiden! Näheres zu den einzelnen Mannschaften (Trainingszeiten, Ansprechparter, etc.) findest du auf der Homepage des HC Weiden: www.hc-weiden.de

HC Weiden II Meister und Aufsteiger in die Bezirksliga

Es war ein Endspiel im wahrsten Sinne des Wortes. In der finalen Partie seiner ersten Saison sicherte sich das Herrenteam II des HC Weiden nervenstark mit einem deutlichen 33:19-Sieg gegen Nabburg-Schwarzenfeld II den Meistertitel der Bezirksklasse Mitte vor Sulzbach-Rosenberg III und somit den Aufstieg in die Bezirksliga.

Das Team um Trainer Björn Langsdorf, der an diesem Tag von Jannis Prelle vertreten wurde, brauchte ein paar Minuten bis es in Fahrt kam. Mit 3:2 nach Tor durch Sebastian Steger lag der HC erstmals vorne. Nach dem Treffer zum 5:4 durch Florian Breinbauer sollte der HC die Führung letztendlich nicht mehr abgeben. Als Schiedsrichter Völkl in der 16. Minute die erste Zeitstrafe gab, stand es nach verwandeltem Strafwurf bereits 11:6. Nabburg stemmte sich mit seiner defensiven 6:0 Abwehr gegen die drohende Niederlage. 5 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit zog der HC durch Tore von Fabian Szameitat, Kris Wittmann und Sebastian Löw endgültig davon. 17:10 stand es zur Halbzeit.

Neuzugang Martin Stahr am Kreis, immer wieder herrlich bedient vom Rückraum oder auch von Niclas Bölle von außen, setzte den ersten Treffer nach Wiederanpfiff. Kontinuierlich baute der Tabellenführer seinen Vorsprung aus. Erst nach dem Treffer von Alexander Adam zum 28:14 gönnte sich der HC eine kleine Schaffenspause. 3 Tore in Folge für Nabburg waren die Folge (28:17). Anbrennen ließ der HC aber nichts mehr. Lukas Lang war für Treffer Nr. 30 verantwortlich. Auch als Kinner kurz vor Ende eine 2-Minutenstrafe absitzen musste, legte Weiden nach. Den letzten Treffer einer erfolgreichen Saison markierte schließlich Anatolij Lerke zum 33:19.

Nach dem Abpfiff gab es für die Herren des HC kein Halten mehr. Es wurde ausgiebig mit dem mitgereisten Anhang gefeiert.

Der HC wird sein Aufstiegsrecht wahrnehmen. Dazu muss die erste Herrenmannschaft in der auch einige U21-Spieler der 2. mitspielen in den letzten drei Partien den Verbleib in der Bezirksoberliga sichern.

Diesmal spielten: S. Lamm, M. Hahn (TW), A. Adam (3), S. Eller, A. Lerke (1), S.Steger (3), M. Kinner, M. Stahr (5), K. Wittmann (6), S. Löw (7/3), F. Szameitat (2), L. Lang (1), N. Bölle (2), F. Breinbauer (3).

Spielbericht Damen: Rath-Lux nimmt Abschied

Bild:Eger

Das haben sich die Handballerinnen des HC Weiden zum Saisonabschluss anders vorgestellt: Das Heimspiel gegen den ASV Cham verlor die Mannschaft mit 21:25, wobei der Sieg der Gäste unterm Strich nicht unverdient war. Aufgrund des gleichzeitigen Erfolgs des HV Oberviechtach gegen Altdorf belegt der HC Weiden in der Schlusstabelle der Bezirksliga Ost den dritten Platz.

Im Blickpunkt stand zum Saisonende eine langjährige, verdiente Akteurin. Nach über 30 Jahren als Spielerin verabschiedete sich Ilona Rath-Lux vom aktiven Handballsport. Im Namen der Mannschaft und des Vorstands bedankten sich Maria Schlosser und Rainer Löw mit Erinnerungsfotos und einen Geschenkgutschein für einen Aktivurlaub bei Rath-Lux für rund 500 Spiele und über 1000 Tore, die sie seit der Jugend für den HC Weiden erzielt hat. Anerkennende Worte gab es auch für ihr Engagement außerhalb des Feldes. Nach einigen Jahren im Vorstand übernahm sie 2003 dessen Vorsitz für zwei Jahre. Sie unterstützt ihren Handballclub seit vielen Jahren regelmäßig organisatorisch und finanziell. Als neue Vorsitzende des Schwimmvereins Weiden tritt der aktive Sport nun etwas in den Hintergrund, wobei sie zusagte, das HC-Trikot in Ausnahmesituationen weiterhin überzustreifen.

Spielbericht Herren: HC Weiden zieht erneut den Kürzeren

Eine gute Halbzeit ist gegen einen Spitzenreiter zu wenig: Die Handballer des HC Weiden ziehen gegen den TV Erlangen-Bruck II am Ende deutlich den Kürzeren.

Bei der 19:27-Niederlage präsentierten sich die Weidener in den ersten 30 Minuten gut eingestellt und hochmotiviert. Die Hausherren waren in der Defensive hellwach und setzten die Erlanger mit einer körperbetonten Spielweise immer wieder unter Druck. Dadurch resultierten Ballgewinne, die in schnelle Tore umgemünzt wurden.

Bis zum 7:7 in der 17. Minute verstand es der HC, die sich bietenden Lücken auf den Halbpositionen mit viel Überzeugung zu nutzen. Fabian Szameitat und Stefano Flierl konnten immer wieder zum Kreis durchbrechen und selbst verwerten oder wurden siebenmeterrreif gefoult. Auch nach der Manndeckung gegen Spielertrainer Matthias Werner boten sich bis zur Pause beste Einwurfmöglichkeiten, die jedoch häufig liegengelassen wurden. Diese Phase nutzten die Gäste, um etwas davonzuziehen, was den Halbzeitstand von 10:14 erklärt.

Auch im zweiten Durchgang wollten die Max-Reger-Städter mit viel Leidenschaft den Tabellenführer ärgern und für einen überraschenden Punktgewinn sorgen. Der Start war verheißungsvoll, Weiden war beim 12:14 in Schlagdistanz. Zwei unglückliche Schiedsrichterentscheidungen und zwei Fehler im Angriff bescherten dem TV vier schnelle Tore. Der HC lag das erste Mal mit sechs Toren zurück. In der Folge gelang es nicht, die Erlanger in Gefahr zu bringen. Zu drucklos wurde in der Offensive agiert, zu selten gelangen Durchbrüche mit voller Überzeugung. Die Führung des Spitzenreiters lag bis zum Ende der Begegnung, welche mit 19:27 endete, stets zwischen sieben und neun Toren.

Die HC-Trainer hatten sich im zweiten Durchgang mehr von ihrem Team erhofft. „Es gelingt uns derzeit nicht, den Druck über die volle Spielzeit aufrechtzuerhalten“, meinten Matthias Werner und Thomas Eichinger unisono. „Die Mannschaft muss 60 Minuten lang brennen. Das wird in den noch ausstehenden drei Spielen der ausschlaggebende Punkt sein, wollen wir auch im nächsten Jahr in der Bezirksoberliga spielen.“

Es spielten: Dirnberger, Hahn; Lerke (1), Baldauf (2), Zahn, Hafner, Konrad, Prelle, Baunoch (2), Flierl (5), Szameitat (2), Werner (6/4), Löw (1), Kick.