Spielbericht: Starker Kampf gegen Spitzenreiter

Die Handballer des HC Weiden mussten sich am Sonntag gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer leider geschlagen geben. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die das Pendel in Richtung TSV Neutraubling ausschlagen ließen.

Die erste Spielminute war noch nicht rum, da zeigte der Toptorschütze der Gäste seine herausragende Qualität und der Ball schlug im oberen Eck ein. Die Weidener ließen sich davon aber nicht beeindrucken und machten es auf der Gegenseite nicht anders. Nach zwei weiteren Treffern durch den Neutraublinger Ausnahmekönner nahmen ihn die HC-ler mit einer Manndeckung aus dem Spiel und gingen in der Folge stets in Führung. Bis zur 20. Minute hatten die Weidener Hausherren ihre stärkste Phase und ließen das Tabellenbild vergessen. Über eine bissige Abwehr und schnelles Umschaltspiel in den Angriff warf das Team eine 12:8 Führung heraus. Auch die Manndeckung gegen Matthias Werner nutzten seine Mitspieler geschickt und kamen durch viel Bewegung zu sehenswerten Treffern. Die Außenspieler wurden gut in Szene gesetzt und dankten dies, allen voran Matthias Schnabl, mit einer hohen Abschlussquote. Neutraubling schaffte es in der Folge, die geduldig ausgespielten Angriffe der Heimmannschaft schnell zu beantworten und schloss einige Male über die erste und zweite Welle erfolgreich ab. So schmolz die Führung immer weiter und mit einem 15:15 Unentschieden wurden die Seiten gewechselt.

Hoffnung auf Sieg bis zum Schlusspfiff

Die Moral und die vielen guten Aktionen der ersten Hälfte sollten mit in den zweiten Durchgang genommen werden. Dies gelang zuerst auch auf beeindruckende Weise. Stefano Flierl und Thomas Hafner besorgten im Rückraum den erfolgreichen Start in die zweiten dreißig Minuten und bis zur 45. Minute entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Das 22:22 sollte dann jedoch das letzte Unentschieden der Partie sein. Im Angriff fehlte ab diesem Zeitpunkt die notwendige Bewegung und der gegnerische Torwart war zu häufig Endstation des Weidener Angriffspiels. Die Folge war ein 0:5-Lauf bis zur 50. Minute.

Die Mannschaft um das Trainergespann Eichinger/Werner gab sich aber zu keinem Zeitpunkt der Begegnung auf. Eine noch offensivere Abwehr und drei Treffer des Spielertrainers ließen das Publikum in der gut gefüllten Realschule noch einmal hoffen. Allerdings machten der Neutraublinger Schlussmann sowie einige Fehler in der Defensive den Überraschungscoup zunichte. Die Weidener mussten sich nach einer guten Leistung am Ende mit 28:32 geschlagen geben.

Es spielten für den HC Weiden: Rex, Hahn; Lerke, Schnabl (5), Zahn (1), Hafner (2), Konrad (1), Baunoch, Flierl (5), Szameitat (2), Werner (10/5), Döppl (1), Kick, Prelle (1)

Heimsieg gegen die SG Naabtal

Am Sonntag morgen standen für die weibliche D-Jugend zwei Spiele auf dem Programm. Im ersten Spiel gegen die SG Naabtal erspielten sich die Mädchen einen 19:7 Sieg, der doch aufgrund der zentrierten Spielweise der Gegnerinnen erkämpft werden musste. Das zweite Spiel entfiel, weil das Team aus Neunburg vorm Wald kurfristig wegen Spielermangel absagte.

Eigentlich schien die SG Naabtal ein eher einfacherer Gegner zu sein, spielte jedoch sehr unbequem im Angriff. Das Spiel der Naabtaler konzentrierte sich stark auf einem Raum zwischen den beiden Halbpositionen, so dass es zu keinen sehenswerten Zusammenspiel kam. Es war vielmehr ein Hin- und Herreichen des Balles, wodurch die SG Naabtal vor allem in der ersten Spielhälfte über den Kreis zum Torerfolg kam. Die Mädchen des HC Weiden waren mit dieser Spielart teils überfordert, teils nahmen sie ihre Gegenspielerinnen überhaupt nicht ernst und konsequent in der Abwehr an. Sie blockten zwar das Naabtalteam, gingen aber nicht auf den Ball und ließen so die ein oder anderen Würfe zu. Im Angriff agierten die HClerinnen besser, spielten sich auch schöne Lücken heraus und warfen die Tore. Dennoch stand es nach gezählten Werferinnen zur Halbzeit nur 9:6 für den HC Weiden.

In der zweiten Spielhälfte ordneten die HC Mädchen ihre Gegnerinnen in der Abwehr besser zu und ließen dann keine Lücken mehr nutzen, durch die die Naabtalerinnen zu Torwürfen hätten kommen können. Im Angriff bauten die Mädels des HC Weiden weiterhin Druck auf und erzieten immer wieder Tore, nun vor allem aus schnellen Gegenstößen. Dadurch bauten sie sich ihre kleine Halbzeitführung aus und das Spiel endete 19:7 für den HC Weiden.

Das zweite Spiel gegen Neunburg vorm Wald konnte nicht durchgeführt werden. Das Team aus Neunburg entschuldigte kurzfristig die Teilnahme wegen Spielermangel. Das Spiel wird daher als Sieg für die Weidnerinnen in der Tabelle verbucht.

Es spielten: Elisabeth Wirth (TW), Paula Kamp (TW), Jennifer Hu, Lea Lederer, Leonie Ruhland, Sophia Rebin, Eliza Wodarczyk, Anna-Maria Zuber, Gerda Ne’meth, Miriam Merbald, Isabella Pausch, Emmy Kraus und Julia Obwandner.

Deutlicher Sieg bei der SG Post/Süd Regensburg

Nicht nur körperlich, sondern auch spielerisch deutlich überlegen waren die Mädchen der weiblichen C-Jugend des HC Weiden und siegten im Auswärtsspiel gegen die SG Post/Süd Regensburg klar mit 20:1 Zählern. Eine höhere Trefferausbeute war vor allem in der zweiten Halbzeit kaum möglich, nachdem der Unparteiische die Regel für das Zeitspiel nicht anwandte.

Das Team der SG Post/Süd Regensburg stellte sich der starken Weidener Truppe überwiegend mit Spielerinnen im D-Jugendalter, wodurch sich schon eine körperliche Überlegenheit der Mädchen aus der Max-Reger-Stadt ergab. Zudem waren die Weidenerinnen auch spielerisch sehr überlegen, was sich bereits am Halbzeitstand von 10:1 Treffern zeigte. Die Weidener Abwehr war kaum zu überwinden. Verlegenheitswürfe des gegnerischen Angriffs kamen wenn dann nur aus der zweiten Reihe, mit denen die Torfrau keine Probleme hatte.  Leider passten sich die Mädchen des HC Weiden der Spielweise ihrer Gegnerinnen an und verwandelten viele Torwürfe im Angriff in der ersten Halbzeit nicht. Sie vergaben zudem einige 7-Meter-Würfe.

In der zweiten Spielhälfte bauten die Mädels des HC Weiden ein Abwehrbollwerk auf und nahmen ihre Gegnerinnen schon im Ansatz äußerst konseqeuent in Empfang. Ein Durchkommen der Domstädterinnen war überhaupt nicht mehr möglich. Würfe aus der zweiten Reihe ließen die Weidenerinnen nicht mehr zu. Der Schiedsrichter griff leider nicht ein, so dass die Mädchen der SG Post/Süd sehr lange im Angriff agieren konnten, ohne dass Zeitspiel gepfiffen wurde. So verrannten sie sich permanent in der Weidener Abwehr, ohne überhaupt zu einem längerem Passspiel kommen zu können. Das verhinderte natürlich die Möglichkeiten der Weidenerinnen in Ballbesitz zu gelangen und die Zeit lief gnadenlos runter. Die Mächen des HC Weiden warfen in der zweiten Hälfte dennoch weitere 10 Tore und brachten das Spiel mit 20:1 zu Ende.

Der Schiedsrichter musste mehrmals gegen die Regensburgerinnen Zeitstrafen und Strafwürfe verhängen, nachdem sie sehr häufig von hinten am Trikot oder Körper zogen bzw.  in den Wurfarm fassten oder von hinten bei den Würfen stießen. Leider verletzte sich dabei eine Weidener Spielerinnen und brach sich den Mittelfinger. Das Verhalten der Mädchen aus Regensburg war sicherlich dem Frust aus der körperlichen und spielerischen Unterlegenheit geschuldet.

Erfreulich dagegen war, dass die Mädchen des HC Weiden als Team starke Abwehrarbeit zeigten und alle zum Torerfolg kamen.

Es spielten: Christine Greger (TW/1), Julia Obwandner (3), Hannah Härtl (1), Julia Wiesner (5), Lena Arnold (6), Olivia Bock (1) und Hanna Werner (3)

Vorbericht Herren: Schlagkräftiger HC Weiden will TSV Neutraubling bezwingen

Die erste Herrenmannschaft des HC Weiden empfängt am Sonntag um 18 Uhr den Spitzenreiter der Bezirksoberliga. Die Mannschaft des TSV Neutraubling ist die einzige Mannschaft ohne Niederlage in dieser Saison.

Die Neutraublinger kommen mit breiter Brust nach Weiden. Bei acht absolvierten Spielen ließen sie nur einen Punkt liegen und gestalteten ihren Erfolg teils seht deutlich. Der TSV verfügt über gut ausgebildete Spieler, die lange miteinander zusammenspielen und sehr gut auf dem Spielfeld harmonieren.

ie Hausherren ihrerseits wollen alles in die Waagschale werfen, um auch diese Spitzenmannschaft über sechzig Minuten zu ärgern. „Wir sind in der Lage mit Mannschaften dieses Kalibers mitzuhalten. Deshalb wollen wir wieder mit unserem Publikum im Rücken für die Chance auf unerwartete Punkte fighten“, gibt Spielertrainer Matthias Werner einen kämpferischen Ausblick.

Die Weidener hatten unter der Woche mit Krankheit und Verletzungen zu kämpfen. Am Sonntag wird jedoch eine schlagkräftige Truppe versuchen, die Heimserie aufrecht zu erhalten.

Spielbericht Herren: Zu viele Fehler verhindern ersten Auswärtssieg

Die Handballer des HC Weiden verließen am Samstag nach der 30:31 Niederlage mit viel Kopfschütteln die Halle in Sulzbach-Rosenberg. Wenige Minuten vorher hatten sie es aufgrund eigener Fehler verpasst, sich die ersten Auswärtspunkte zu sichern.

Die Weidener starteten vielversprechend in die Partie und konnten nach Stefano Flierls drittem Treffer zum 9:4 mit fünf Toren in Führung gehen. In der Folge stellte sich dann aber eine unerklärliche Lethargie im Spiel der HCler ein. In der Abwehr stand man nicht kompakt genug und erlaubte darüber hinaus den Gastgebern nach Ballverlusten und schlechten Abschlüssen im Angriff einfache Tore über den Gegenstoß.

Mehr Energie nach der Halbzeit

Der Vorsprung schmolz von Minute zu Minute und so mussten die Seiten mit einem 15:15 Unentschieden gewechselt werden. Spielertrainer Matthias Werner forderte in der Halbzeitpause mehr Energie und Einsatzwillen von seinen Spielern.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich dann über die gesamte Spielzeit ein offener Schlagabtausch. Keine Mannschaft konnte mehr als zwei Treffer in Führung gehen. Die nötige Einsatzbereitschaft war nun vorhanden, jedoch erlaubte man der Landesligareserve aus Sulzbach immer noch zu viele leichte Treffer. Im Angriff kamen die Max-Reger-Städter von allen Positionen zu Torerfolgen, wobei sich vor allem Jonas Baunoch einige Male hervorragend am Kreis durchtankte.

Niederlage kurz vor Schluss

Sie konnten sich aber aufgrund einiger technischer Fehler oder vergebener Großchancen nicht absetzen. Sowohl beim 22:22 in der 45. Minute, als auch beim 29:29 drei Minuten vor Ende der Partie, war alles offen. Dann brachte sich das Team jedoch selbst um den verdienten Lohn, indem es durch überhastete Angriffsaktionen drei Ballverluste fabrizierte und dadurch den Gegner aufbaute. So durfte der Gastgeber zwei wichtige Punkte bejubeln und die Weidener mit einer bitteren 30:31 Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten.

Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und versuchen, diese bereits im nächsten Heimspiel zu minimieren.

„Mit dem bisher ungeschlagenen TSV Neutraubling kommt am Sonntag ein harter Brocken zu uns, der genau diese Fehler eiskalt bestraft.“, resümierte Matthias Werner das Spiel und gab einen kurzen Ausblick auf die kommende Aufgabe.

Es spielten: Rex, Dirnberger; Strasser (3), Lerke (1), Schnabl (2), Wittmann, Hafner, Konrad (1), Baunoch (5), Flierl (6), Werner (7/2), Döppl (1), Löw, Prelle (4)