Spielbericht: Hart umkämpftes Spiel – HC Damen gewinnen in Regensburg

Die Damen des HC Weiden besiegten am Samstag in einer engen Partie die SG Regensburg II auswärts mit 23:24. Der HC bewahrte sich damit die weiße Weste und liegt mit den ebenfalls verlustpunktfreien Altdorf und Oberviechtach im oberen Tabellenbereich. Da Regensburg erstmals in dieser Saison mit dem kompletten Kader inklusive der Neuzugänge antrat, war klar, dass die bisherigen Niederlagen der Domstädter keine Aussagekraft hatten.

Aileen Häuber setzte den ersten Treffer der Partie. Abgesehen von einer kurzzeitigen 3:2-Führung für die SG lag Weiden die ersten 15 Minuten der Partie vorne und verschaffte sich bis zum 7:10 ein kleines Polster. Die Intensität der ersten Minuten machten sich danach schnell bemerkbar. Das Doppelpassspiel der Regensburger auf kleinstem Raum konnte nicht mehr in dem Maße unterbunden werden und führte zu drei Gegentreffern am Stück (10:10). Mit einem Treffer kurz vor der Pausensirene sicherte sich die SG eine 14:13-Führung zur Halbzeit.

Ilona Rath-Lux kümmerte sich in den zweiten 30 Minuten um die Spielmacherin, wodurch den Angriffen der SG der Schwung genommen wurde. Der HC ließ durch die offensive Abwehr kaum Würfe aus der zweiten Reihe zu. Lediglich mit der Spieleröffnung über den vorgezogenen Kreis kam man immer wieder in Bedrängnis. Eine Zeitstrafe in der 42. Minute sowie ein vergebener sieben Meter auf Regensburger Seite waren das Signal für die Gäste das Spiel an sich zu reißen.

Jasmin Häring brachte den HC in Minute 49 erstmals wieder in Führung. Beide Teams wollten die Platte unbedingt mit zwei Punkten verlassen. Doch Weiden gab die Führung nicht mehr aus der Hand. Selbst, als man beim Stand von 22:23 nochmal ein Unterzahlspiel überstehen musste, ließ der HC keinen Gegentreffer zu. Ganz im Gegenteil: Die SG dezimierte sich ihrerseits durch ein überhartes Einsteigen im Sprung gegen Nina Rittner in der vorletzten Minute um eine Spielerin. Maria Schlosser machte mit dem verwandelten Strafwurf den Sieg perfekt. Der abschließende Treffer der Heimmannschaft zum 23:24 durch Hofmann hatte keine Auswirkungen mehr.

Glücklich über die zwei Punkte, aber auch erfreut darüber, die Nerven in der entscheidenden Phase der Partie bewahrt zu haben, gehen die Gedanken bereits in die kommende Aufgabe: Mit Tabellenführer Oberviechtach kommt am 4. November ein Titelaspirant nach Weiden, den man unter anderem aus der letzten BOL-Saison gut kennt.

Spieler: S. Bräunlein (TW), S. Eichinger, J. Häring (1), A. Häuber (2), J. Hermann (1), N. Rittner (1), T. Rittner (7/1), I. Rath-Lux (5), L. Röhr, L. Ruhland, M. Schlosser (7/1), L. Venzl.

Deutsch-Französischer Jugendaustausch

Heute ist es soweit, die Verantwortlichen des HC Weiden und die Gastfamilien erwarten am Abend die französischen Spielerinnen von Issy Paris Hand aus Issy Les Moulineaux  zu ihren Gegenbesuch in der Partnerstadt Weiden. Die Organisatoren des Handballclub Weiden haben für den Austausch der Jugendlichen ein tolles Programm erarbeitet, bei dem nicht nur der Handballsport im Vordergrund steht, sondern auch kulturelle Aktivitäten stattfinden werden.

Bereits in den Osterferien war eine Gruppe von acht Mädchen des HC Weiden mit Ihren beiden Betreuern nach Issy Les Moulineaux zum Sport- und Sprachaustausch gereist und verbrachten dort erlebnisreiche und trainingsintensive Tage. Heute abend werden die französischen Mädchen des Handballclubs Issy Paris Hand zum Gegenbesuch am Weidener Bahnhof erwartet. Nach einer offiziellen Begrüßung im Neuen Rathaus durch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und den HC Verantwortlichen werden die Französinnen und ihre beiden Betreuer in die deutschen Gastfamilien entlassen.

Im Laufe der Woche werden die deutschen und französischen Mädchen jeden Vormittag gemeinsam in der Mehrzweckhalle trainieren. Unter Anleitung des Trainerduos Matthias Werner und Thomas Eichinger werden die jungen Handballerinnen nicht nur viel Schweiß in der Halle hinterlassen, sondern auch ihre technischen und taktischen Fähigkeiten verbessern. An den Nachmittagen stehen verschiedene Ausflüge auf dem Programm. Neben dem Besuch des Oberpfälzer Freilandmuseums, der Thermenwelt Weiden und einer Stadtführung in Weiden sollen die Mädchen auch Gelegenheit zum Shoppen haben. Am Freitag abend wird das Spiel Frankreich gegen Deutschland um 17.00 Uhr von Bürgermeister Jens Meyer in der Realschulturnhalle angepfiffen. Es darf genausowenig fehlen wie der daran anschließende gemeinsame bayerische Abschlussabend.

Die französischen Spielerinnen und ihre Betreuer werden während ihres Aufenthaltes in Weiden von den deutschen Gastfamilien aufs Herzlichste aufgenommen und verpflegt. Dabei sollen die Sprachkenntnisse verbessert als auch die kulturellen Unterschiede auf beiden Seiten näher kennengelernt werden.

Die Organisatoren des HC Weiden, die Gasteltern als auch die deutschen Mädchen fieberten schon lange auf diesen Tag hin. Sie sind sehr gespannt auf den Gegenbesuch und freuen sich auf eine gemeinsame Woche mit den französischen Handballerinnen.

Körperliche und geistige Beweglichkeit fehlte in beiden Auswärtsspielen

Zwei Spiele, die das Trainergespann am Sonntag in Rage brachte. Die weibliche D-Jugend ließ in beiden Auswärtsspielen kaum Bewegung aufkommen und zeigte wenig geistige Flexibilität. Deswegen kassierte das Team gegen Nabburg/Schwarzenfeld eine Niederlage und musste gegen den HV Oberviechtach ein Unentschieden hinnehmen.

Im Spiel gegen das bekanntlich starke Team aus Nabburg/Schwarzenfeld zeigten die HC-Mädchen in der ersten Halbzeit noch eine sehr passable Leistung, standen gut in der Abwehr und ließen kaum Tore zu. Auch die Gegnerinnen arbeiteten sehr gut in ihren Abwehrreihen und unterbanden dadurch die Angriffshandlungen des HC Weiden. Zur Halbzeit stand es nach Torwürfen 4:3 für Nabburg/Schwarzenfeld.

In der zweiten Spielhälfte gelang den Mädchen des HC Weiden gar nichts mehr. Sie bewegten sich im Angriff als auch in der Abwehr kaum mehr und hatten dem Schwung der Nabburg/Schwarzenfelder nichts mehr entgegenzusetzen. Viele individuelle Fehler schlichen sich ein. Häufig erkannten die Mädels angriffs- oder abwehrentscheidende Situationen nicht und griffen nach fehlender Bewegung zu spät ein, weswegen sie gröbere Fouls verursachten. Der Schiedsrichter zeigte sich konsequent und verteilte zwei Zeitstrafen für die Weidener Spielerinnen. Das desaströse Spiel endete schließlich 15:5 für Nabburg/Schwarzenfeld. Der einzigen Weidener Torschützin Gerda Nemeth gelang in der zweiten Halbzeit nur noch ein Treffer.

Hoffnung schöpften die beiden HC-Trainer für das Spiel gegen den HV Oberviechtach. Die vorherige Partie sollte schnell abgehakt werden. Doch die Erwartungen erfüllten sich nicht. Die Mädchen des HC Weiden zeigten von Anfang an keinen Schwung.  Sie waren nicht wach. Oberviechtach stellte sich kurz vor der Mittellinie dem Weidener Angriff entgegen, was die HC-Mädchen in ihrer Bewegungslosigkeit förmlich überforderte. Nach nicht einmal 2 Minuten Spielzeit holten die Trainer ihre Mannschaft mit einem Timeout heraus, um sie auf die Abwehrarbeit von Oberviechtach umzustellen. Danach kamen die HC-Mädels zwar besser zurecht, recht viel mehr Bewegung im Angriff kam aber doch nicht auf. Auch in der Abwehr ließen sie die Spielerinnen des HV Oberviechtach immer wieder gewähren. Gerda Nemeth erzielte zwar insgesamt neun Treffer, doch die Gegnerinnen verteilten ihre Torerfolge auf mehreren Schultern, so dass am Ende für die Spielerinnen ein glückliches Unentschieden von 14:14 auf dem Tableaut stand.

Das Trainerduo war mit dem Auftritt der weiblichen D-Jugend des HC Weiden in keinster Weise zufrieden. Es fehlte an Biss, Kampfgeist, Bewegung und geistiger Beweglichkeit. Lediglich das erste Tor der neuen Spielerin Jennifer Hu und die konstante und gute Leistung der Torfrau Paula Kamp in beiden Spielen sorgte bei den Mannschaftsverantwortlichen für Freude und brachte dann doch etwas Trost.

Es spielten: Paula Kamp (TW), Emmi Kraus, Isabella Pausch, Gerda Nemeth, Eliza Wodarczyk, Leonie Ruhland, Sophia Rebin, Stefanie Heger, Elisabeth Wirth und Jennifer Hu

 

Erste Niederlage im Auswärtsspiel gegen Nabburg/Schwarzenfeld

Im Spiel gegen den Tabellenzweiten mussten die HC-Mädchen am Samstag ohne Auswechselspielerin anreisen. Sie kämpften gegen die Nabburg/Schwarzenfelder zwar sehr tapfer, verloren die Partie am Ende jedoch mit 21:16 und gaben damit die Tabellenführung ab.

Die Spielerinnen des HC Weiden begannen das Match in den ersten Minuten in Unterzahl, weil ein Mädchen erst kurz vor Spielbeginn dazustoßen konnte. Nach 5 Minuten war das Team des HC Weiden dann doch vollzählig und zeigte ein ordentliche Leistung in der Abwehr als auch im Angriff. Nabburg/Schwarzenfeld erhöhte den Vorsprung zwar auf zwei Zähler. Es gelang ihnen aber nicht, sich deutlicher abzusetzen. Ein ums andere Mal gelang den HC-Mädchen ein Tor und verloren daher nicht den Anschluss. So gingen beide Teams in die Halbzeitpause und Nabburg/Schwarzenfeld führte mit 11:9 Toren.

Die zweite Hälfte begann das HC-Team sehr hektisch und suchte die Torabschlüsse teils mit der Brechstange. Dabei rannten sie sich in der gegnerischen Abwehr fest und verloren immer wieder die Bälle. Nabburg/Schwarzenfeld nutzte dies aus und erzielten im Gegenzug mit ihren Angriffen die Tore. Nabburg/Schwarzenfeld zog in dieser Spielphase auf 18:11 davon. Erst der Wechsel der Torfrauen brachte etwas Ruhe ins Spiel und die HC-Mädels waren im Angriffsspiel wieder erfolgreicher. Dennoch holten sie den Vorsprung bis zum Schlusspfiff nicht mehr auf. Geschuldet war dies sicherlich auch den fehlenden Ersatzspielern auf der Bank.

Die Partie endete zwar deutlich mit 21:16 für das Team aus Nabburg/Schwarzenfeld. Die HC Mädchen ließen die Köpfe dennoch nicht hängen und kämpften bis zum Spielende. Es war eine Niederlage mit sehr viel Wert für die Entwicklung des Teams. Ganz groß freuen durfte sich Hannah Härtl über ihren ersten Torerfolg, der ihr am Kreis gelang.

Es spielten: Christine Greger (TW; 1/1), Olivia Bock (TW; 4/1), Julia Wiesner (1), Hanna Werner (1/2), Hannah Härtl (1), Lena Arnold (2/2) und Eva Härich

Spielbericht Herren: Vermeidbare Niederlage

Eine unnötige Auswärtsniederlage handelt sich der HC Weiden in Regensburg ein. Nur ein Tor entscheidet gegen den BOL-Aufsteiger.

Die Handballer des HC verloren in einem ausgeglichenen Spiel bei der SG Regensburg II mit 25:26. Nach einer starken kämpferischen Leistung musste man am Ende die Heimreise ohne Punkte antreten.

Die Weidener waren von Beginn an hellwach. Beim 6:4 nach zehn Minuten hatten die HC-ler vieles vom Matchplan gut umgesetzt und mit einer aggressiven Abwehrarbeit sowie schnellem Angriffsspiel die Gastgeber unter Druck gesetzt. Dies gelang auch über weite Teile der ersten Hälfte, wobei der erneut starke Stefano Flierl mit vier Treffern seine Mannschaft vorantrieb. Der variable Angriff der Regensburger hielt jedoch dagegen und es entwickelte sich bis zum 12:12-Pausenstand ein offener Schlagabtausch.

Den Start in den zweiten Durchgang verschliefen die Max-Reger-Städter etwas. Durch unkonzentrierte Abschlüsse ließen sie die Domstädter mit zwei Toren enteilen. Durch drei Treffer in Folge von Spielertrainer Matthias Werner war man beim 19:19 wieder im Spiel. In der anschließenden torarmen Phase verpasste es dieser jedoch, durch zwei vergebene hundertprozentige Chancen seine Farben auf die Siegerstraße zu führen. Die Begegnung ging in der Folge hin und her, wobei die Regensburger immer einen Treffer vorlegen konnten. Dieser sollte ihnen zum 26:25-Erfolg reichen, denn die Weidner scheiterten mit ihrem letzten Angriffsversuch sowie einem direkten Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit an der gegnerischen Defensive.

„Es hat sich wieder gezeigt, dass wir auch im Oberhaus des Bezirks mithalten können. Nur mit der Chancenauswertung in der Mitte der 2. Hälfte müssen wir hadern“, sagte Trainer Thomas Eichinger. „Ich bin trotzdem nicht unzufrieden, da wir nun schon drei Spiele in Folge eine sehr gute Leistung gezeigt haben.“

Es spielten: Rex, Dirnberger; Strasser, Schnabl (1), Wittmann (1), Hafner (1), Kick, Konrad (2), Baunoch (1), Flierl (6), Werner (11/6), Döppl (1), Löw, Prelle (1).